Grand Piano Night: Jan Luley und Gäste zeigen, was aus dem Klavier herauszuholen ist

Der Kampf der Tastenzauberer

Lässt die Tasten glühen: Der Pianist Jan Luley will mit seinen Gästen bei der Grand Piano Night am 27. Februar in der Stadthalle zeigen, was man aus einem Klavier herausholen kann. Foto: nh

Bad Hersfeld. Während die Vorbereitungen für das nächste Live-Jazz in Bad Hersfeld vom 4. bis 6. Juni 2010 unermüdlich weiterlaufen, steht für die Organisatoren Jan Luley und Philipp Kaufmann zunächst ein „Präludium“ an: die 1. Grand Piano Night am Samstag, 27. Februar, in der Stadthalle Bad Hersfeld. Beginn: 20 Uhr.

Der gebürtige Hersfelder Jan Luley, der inzwischen ein Pianist von internationalem Rang ist, hat dazu seine ebenso hochkarätige Kollegin Yelena Jurayeva und seinen bekannt-berühmten Kollegen Martin Schmitt eingeladen. Sie wollen zeigen, was aus einem Klavier alles herauszuholen ist. „Ein fairer Kampf“, meint Luley augenzwinkernd, „ein Künstler gegen ein Instrument. Die Chancen stehen fifty-fifty.“

Mit schwarzer Seele

Martin Schmitt kommt aus München. Die Süddeutsche Zeitung titelte über ihn: „Dieser Schmitt reißt einfach mit“. Schmitt, der mit 14 Jahren ersten Unterricht auf dem Klavier und der Tuba von seinem Großvater bekam, begann als Blues- und Boogiepianist in der Münchner Clubszene und spielt heute auf Bühnen wie dem Prinzregententheater München und im Pariser Louvre. Seine neueste CD „Schmitt“ präsentiert 14 deutschsprachige Eigenkompositionen: Tiefsinniges bis Heiteres über Weinkenner, Hypochonder oder die Midlife Crisis. Aus diesem Programm wird er auch in Bad Hersfeld schöpfen, vermischt mit Klassikern aus Rock, Blues und Jazz.

Der zweite Gast der Grand Piano Night, Yelena Jurayeva, stammt aus der großen Stadt Almaty in Kasachstan. „Meine Musik verbindet vier Hauptideen“, sagt Yelena Jurayeva, „Zeiten, Kulturen, eigene Kompositionen und Farben.“

Jazz, Filmmusik, Klassik und Pop fließen bei ihr wie selbstverständlich ineinander. Sie verwandelt Tchaikovsky in Bossa Nova, Bach in Modern Jazz und verbindet alles mit eigenen Kompositionen ohne stilistische Berührungsängste. Im Tchaikovsky’s Music College, an der Hochschule für Musik in Almaty/Kasachstan und in der Frankfurter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst absolvierte sie ihre Ausbildung sowohl im klassischen als auch im Jazz-Bereich mit Auszeichnung. Heute gibt sie Konzerte in Europa und Asien.

Natürlich wird auch Gastgeber und Moderator Jan Luley selbst kräftig an den Tasten mitmischen. „Wenn man ihn spielen hört, dann hört man seine eigentlich schwarze New Orleans-Seele über die Tasten rasen, seiner Virtuosität, seiner Kreativität und seinem Charisma erliegen nicht nur die Damen“, so schrieb jüngst eine Zeitung über ihn.

Für ihn wird dieses Konzert eine Premiere, denn er wird an diesem Abend erstmalig Songs seiner neue CD „Piano Tales“ präsentieren, auf der Swing, kreolische Musik und alte Klassiker wie „House Of The Rising Sun“ oder „Let It Be“ in frischem Gewand nebeneinander stehen. Seine Hinwendung an die Geburtsstadt des Jazz am Mississippi und seine Hommage an die alten Meister aus New Orleans sind in seiner Musik allgegenwärtig. (red/kai)

†  Karten gibt es im Vorverkauf in Bad Hersfeld bei FORM2WO, der Brillenschmiede und der Hoehlschen Buchhandlung in der City-Galerie zum Preis von 19,50 Euro. Kartenreservierungen auch im Internet möglich auf www.hersfeldgroovt.de

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