Telekom investiert in Bad Hersfeld über 4,1 Millionen Euro

Kampf um Ausbau des Internets im Landkreis

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Hersfeld-Rotenburg. Mit einem symbolischen Spatenstich hat gestern die Telekom in Bad Hersfeld mit dem Ausbau des Leitungsnetzes begonnen. Bis Ende Dezember sollen in der Kreisstadt rund 80 Kilometer Glasfaserkabel verlegt werden. Rund 14 000 Haushalte in der Kernstadt können dadurch einen schnellen Internetzugang erhalten. Die Übertragungsgeschwindigkeit soll bis zu 100 Megabit pro Sekunde betragen.

Mittelfristig will die Telekom auch in Bebra und anderen Städten des Landkreises aktiv werden. Sie steht damit im unmittelbaren Wettbewerb mit der nordhessischen Breitband-Initiative, die von fünf Landkreisen getragen wird. Dabei ist die Firma Netcom aus Kassel für den Netzausbau zuständig.

Bürgermeister Thomas Fehling betonte, wie wichtig schnelles Internet für die heimische Wirtschaft ist. „Der Wettbewerb zwischen zwei Netzbetreibern ermöglicht für die Kunden hoffentlich bessere Preise“, sagte Fehling. Einziger Wermutstropfen sei, dass die Stadtteile Asbach und Sorga nur teilweise angeschlossen werden, Heenes, Almershausen, Kohlhausen und Beiershausen gar nicht.

Fuat Dalar, Regio-Manager bei der Telekom für den Infrastrukturvertrieb erklärte, man arbeite an einem „marktgetriebenen Ausbau“, wobei zunächst Orte erschlossen werden, bei denen mit wenig Aufwand möglichst viele Haushalte erreicht werden können. „Unser Ziel ist aber, schnelles Internet flächendeckend im Kreis anzubieten“, sagte er.

Zu den genauen Kosten wollte Dalar nichts sagen. Bundesweit investiere die Telekom sechs Milliarden Euro. Allein die Tiefbauarbeiten kosten etwa 70 000 Euro pro Kilometer. In Bad Hersfeld müssen 21 Kilometer ausgeschachtet werden. Außerdem werden 89 Verteilerhäuschen aufgestellt, die rund 30 000 Euro pro Stück kosten. Demnach investiert die Telekom mindestens 4,1 Millionen Euro.

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Von Kai A. Struthoff

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