Lomonosov-Quartett aus Baden-Baden beeindruckte mit hoher Virtuosität

Kammermusik in Hochform

Das Lomonosov-Quartett gastierte im Bad Hersfelder Bach-Haus. Foto: von Trott

Bad Hersfeld. Mit einem anspruchsvollen Programm stellte sich das Lomonosov-Quartett (Freiburg/Baden-Baden) im Johann-Sebastian-Bach-Haus Bad Hersfeld vor.

Das Streichquartett gilt als höchste Form der Kammermusik. Dies wurde durch die Programmauswahl des Lomonosov-Quartetts mit Maria Lomonosova-Ziegler und Polina Razmakhnina (Violine), Kilian Ziegler (Viola) und Matthias Heinrich (Violoncello) voll bestätigt.

Der erste Satz von Beethovens op. 18.6 erklang humorvoll und differenziert mit höchster Präzision. Einen großen Kontrast dazu bildet Béla Bartóks Allegro molto capriccioso aus seinem zweiten Streichquartett, das nach einer Nordafrikareise des Komponisten 1916 entstand und von arabischer Volksmusik geprägt ist. Das Quartett bewältigte die zahlreichen Tempowechsel und rhythmischen Finessen mit hoher Virtuosität.

Hauptwerk war anlässlich des 150. Geburtstages von Claude Debussy dessen einziges Streichquartett. Das Quartett wechselte zwischen orchestralen Klangfarben in den Ecksätzen und weichen impressionistischen Klängen im Andante.

Das begeisterte Publikum des vollbesetzten Bach-Hauses dankte mit langanhaltendem Applaus und ließ die Musiker nicht ohne eine Zugabe nach Hause.

Von Renata von Trott

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