Staatsanwaltschaft Fulda stellt Verfahren ein

Kaloku: Keine Körperverletzung

Fulda/Rotenburg. Das Verfahren gegen die Verantwortlichen des Kaloku-Kinderlandes in Rotenburg wegen Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ist eingestellt worden. Es hatte der Verdacht bestanden, dass Kindern auf Anordnung eines Vorstandsmitglieds ohne Wissen der Eltern homöopatHische Mittel verabreicht worden waren.

Nach Mitteilung der Staatsanwaltschaft Fulda hat der Kaloku-Vorstand die Vorwürfe in Abrede gestellt. Drei mitbeschuldigte Erzieher gaben aber übereinstimmend an, aus dem Vorstand entsprechende Weisung erhalten zu haben. Davon hätten wiederum andere im Kindergarten zeitweise tätige Personen nichts bemerkt. Es lag eine Einverständniserklärung der Eltern vor, dass in Notsituationen Globuli gegeben werden durften. Der Anfangsverdacht der vorsätzlichen Körperverletzung ließ sich laut Staatsanwaltschaft „auf Grund der übereinstimmenden Angaben zweier Erzieher, dass von der Gabe der Mittel eine positive Auswirkung auf die Kinder erhofft wurde, ausräumen.“ Auch der Vorwurf einer fahrlässigen Körperverletzung ließ sich nicht nachweisen.

Die Einstellung dieses Verfahrens hat nichts mit der Schließung des Kindergartens durch das zuständige Ministerium zu tun. Die Kaloku-Verantwortlichen klagen gegen die Schließung, eine Beschwerde liegt beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof. (ank)

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