Wirkt gegen Schadstoffe im Boden

Kalk von oben für den Wald

Pausenloser Einsatz: Der Hubschrauber bleibt in der Luft, während ein Radlader den angehängten Transportkübel mit neuem Kalk füllt. Foto: Hessenforst

Bad Hersfeld. In den Revieren Unterhaun, Hersfeld und Gershausen des Forstamtes Bad Hersfeld wird seit Montag auf einer Fläche von etwa 1200 Hektar der Wald aus der Luft gekalkt.

Dabei werden drei Tonnen kohlensauerer Magnesiumkalk je Hektar von einem Hubschrauber abgeworfen. Waldbesucher müssen deshalb mit Behinderungen und Einschränkungen rechnen. Je nach Witterungsverlauf wird die Kalkung etwa vier Wochen dauern.

„Etwa alle zehn bis 15 Jahre wird eine Kalkung empfohlen, um den nach wie vor bestehenden Säureeintrag durch Luftschadstoffe zu kompensieren“, erklärt Jörg Braun vom Forstamt Bad Hersfeld.

Gefahr für Grundwasser

Die dem Waldboden entzogenen Nährstoffe sollen ihm auf diese Weise wieder zugeführt werden. Mit dem anhaltenden Eintrag von Schadstoffen geht die Aktivität der Bodenorganismen zurück, das Grundwasser droht zu versauern und Schwermetalle und Nitrate können zusätzlich in das Grundwasser transportiert werden.

Die Bodenkalkung wirkt diesen negativen Erscheinungen entgegen. Eine Beeinträchtigung der übrigen Vegetation und der Tierwelt wird von den Forstleuten ausgeschlossen.

Spezielle Sorte

Der Spezialkalk stammt aus einem Steinbruch in Meißner-Vockerode. Er ist hessenweit der einzige Betrieb, der von Natur aus die hohen Qualitätsanforderungen an die Nährstoffzusammensetzung erfüllen kann.

Das Forstamt Bad Hersfeld bittet die Bevölkerung um Verständnis für diese Maßnahme. Für Fragen zur Waldkalkung stehen Fachleute unter der Rufnummer 06621/940-0 zur Verfügung. (red)

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