NPD-Plakate: Bad Hersfeld hat richtig gehandelt

Justizministerin steht hinter Fehling

Bad Hersfeld. Jetzt schaltet sich auch Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger in die Diskussion um die NPD-Plakate „Geld für die Oma, statt für Sinti und Roma“ ein.

In einem Schreiben an den Vorsitzenden des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, unterstützt sie das Handeln von Bad Hersfelds Bürgermeister Thomas Fehling, der vor zwei Wochen die Plakate in Bad Hersfeld nach Rücksprache mit dem Magistrat hatte entfernen lassen.

„Der Bad Hersfelder Bürgermeister hat wie viele andere Bürgermeister auch entschlossen gehandelt, als er die Plakate entfernen ließ. Ich hätte volles Verständnis dafür, wenn die Stadt Bad Hersfeld in diesem Fall den Rechtsweg ausschöpfen und Beschwerde einlegen würde“, schreibt die Ministerin.

Montag hatte, wie gemeldet, das Verwaltungsgericht Kassel entschieden, dass die Stadt Bad Hersfeld die Plakate wieder aufhängen muss.

Geschmacklos und zynisch

Weiter äußert Leutheusser-Schnarrenberger in dem Schreiben ihr volles Verständnis dafür, dass sich Sinti und Roma von den Plakaten der NPD, die an Geschmacklosigkeit und Zynismus kaum mehr zu überbieten sind, nicht nur beleidigt fühlen, sondern auch Angst haben.

 Lokalseite 2 Und 5

Von Mario Reymond

Kommentare