Treffen der nordhessischen Jungsozialisten

Jusos kritisieren Ministerin Henzler

Bad Hersfeld. Die Jungsozialisten (Jusos), Parteinachwuchs der SPD, haben sich zu einer kleinen Bezirkskonferenz in Bad Hersfeld getroffen. Vertreter der acht nordhessischen Unterbezirke beschäftigten sich vor allem mit der Kommunal- und Bildungspolitik. Hauptredner war der hessische SPD-Generalsekretär Michael Roth.

Die Jusos kritisierten den Vorschlag der hessischen Kultusministerin Dorothea Henzler (FDP), Leiharbeiter als Vertretungslehrer in den Schulen einzusetzen. „Frau Henzler fehlt jedwede soziale Sensibilität und fachliche Eignung für das Amt der Kultusministerin“, sagte der Juso-Bezirksvorsitzende Pascal Barthel, der aus Bad Hersfeld stammt.

„Statt Leiharbeitslehrer zu Dumpinglöhnen zu beschäftigen, schlagen wir vor, Frau Henzler durch einen qualifizierten Leiharbeiter zu ersetzen. Vielleicht kehrt ja dann wieder soziales Verständnis und fachliche Kompetenz ins Ministerium zurück“, erklärte Barthel.

Die Jusos forderten eine deutliche Qualitätsverbesserung der hessischen Bildungspolitik. Gute Bildung müsse unabhängig vom Geldbeutel der Eltern für alle Menschen in Hessen zugänglich sein. „Wir brauchen mehr festangestellte Lehrer und Sozialarbeiter in den Schulen, höhere Beschaffungs- und Bücheretats sowie mehr individuelle Förderung und längeres gemeinsames Lernen“, sagte Barthel.

Kürzungen verurteilt

Hauptredner Roth verurteilte die von der schwarz-gelben Landesregierung geplanten Kürzungen beim kommunalen Finanzausgleich in Höhe von 360 Millionen Euro. Der schwarz-gelbe Dreisatz von Steuersenkungen, Abbau staatlicher Leistungen und Privatisierungen führe zuerst im ländlichen Raum zu erheblichen Einschränkungen der Lebensqualität der Bürger, sagte Roth. (red/mcj)

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