„Immer wieder sonntags“ mit Stefan Mross und vielen Gästen begeistert Publikum

Mit jungenhaftem Charme

Klatschen, Arme schwenken und mitsingen – Das Publikum in der voll besetzten Stadthalle machte begeistert mit, als Stefan Mross und seine Gäste die Show „Immer wieder sonntags“ in Bad Hersfeld präsentierten. Fotos: Apel 

Bad Hersfeld. Immer wieder winters kommt Stefan Mross mit seinem Showprogramm „Immer wieder sonntags“ in die Stadthalle. Wie schon im vergangenen Jahr zieht er sein begeistert mitgehendes Publikum in den Bann. Mit jungenhaftem Charme, schön anzuhörenden Liedern und dem einen oder anderen, vorzugsweise gespielten Witz.

Dabei bleibt ihm am Donnerstag nichts anderes übrig, als mit der schlechten Nachricht zu beginnen, dass Frau Wäber, die von Hansy Vogt verkörperte Schwarzwälder Ulknudel, verhindert ist. Aber er hat Corinna Zollner mitgebracht und die „Sommerhitkönigin 2013“ macht ihre Sache ausgezeichnet. „Heit mach ma Gaudi!“, singt die im Dirndl daherkommende 22-Jährige, und allen gefällt es, wie sie dazu auf ihrer steirischen Harmonika spielt.

Gefühlvolle Songs

Francine Jordi berührt mit gefühlvollen Songs wie „Du fühlst dich so nach Liebe an“ und „Zünd die Sterne für mich an“. Mit schweizerischem Augenrollen überredet sie ihre Fans zum Aufstehen und Mitmachen. Ja, und dann singt sie noch von Alexis und vom „Feuer der Sehnsucht“, das die Schatten der Einsamkeit heilt und sich tief ins Herz hineinbrennt.

Christian Lais, der 50-jährige Südbadener mit der einschmeichelnden Stimme, der gerne auch mit Ute Freudenberg auftritt, erzählt, wie seine Karriere begonnen hat. In rotes Licht getaucht erinnert er sich: „Sie vergaß zu verzeih’n“. Das kommt an, und Herrschfeller und Hergeloffene nehmen es ihm nicht übel, dass er noch nie in der Lullusstadt war. Im 60-Sekunden-Interview mit Mross verrät er, dass „Verbotene Liebe“ seine Lieblingssendung ist, und dass seine Mama – zumindest für ihn – die „schärfste Frau der Welt“ ist.

In der Pause stehen die Stars für Autogramme zur Verfügung. Allesamt sind sie sich nicht zu schade, mit ihren Fans für Fotos zu posieren. Der in der ersten Reihe sitzende, vergleichsweise junge Jan Falkenberg aus St. Augustin bei Köln erzählt, dass er den Stars hinterherreist und am Freitag nach Seelow bei Berlin weiterfährt.

Die Zeit vergeht wie im Fluge. Mit dem Oldie „Komm und bedien dich bei mir“ ruft Stefan Mross das eher etwas ältere Publikum zurück. Christian Lais präsentiert den Titelsong seines neuen Albums „Neu gebor’n“ und fasziniert mit dem englisch gesungenen „You Raise Me Up“. Dann kommt Gerd Kreienbrink ins Spiel. Wie bei Robert Lemke sollen Francine und Christian den Beruf des Schenklengsfelders erraten. Das gelingt, und weil Gerd die Sendung noch nie miterlebt hat, bekommt der ältere Herr zwei Karten für „Immer wieder sonntags“ geschenkt.

Am Ende eines langen Reigens überrascht Francine Jordi mit einem Sechziger-Jahre-Lieder-Medley und einem Duett mit Stefan Mross, ehe sie dem Hauptprotagonisten die Bühne überlässt. Der bekennt, dass er mit seiner neuen Familie glücklich ist, und alle nehmen es ihm ab, als er voller Inbrunst singt: „Meine beste Zeit liegt noch vor mir“. Mit seiner Trompete intoniert er „Sierra Madre“ und natürlich erntet er auch dafür Riesenapplaus. Nach knapp drei Stunden geht ein wunderbarer Abend gefühlvoll und mit einem freundlichen „Habe die Ehre!“ zu Ende.

Von Wilfried Apel

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