Weiterbildung für Allgemeinmediziner

Für junge Ärzte anziehend werden

Hersfeld-Rotenburg. Wie kann eine flächendeckende und qualitativ hochwertige medizinische Versorgung in den ländlichen Strukturen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg auch in Zukunft aufrechterhalten werden? Diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt eines Informations- und Meinungsaustauschs, zu dem Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt einige Ärzte aus dem Kreis eingeladen hatte.

Ein besonderes Problem ist heute bereits und wird künftig verstärkt die flächendeckende Versorgung der Bevölkerung im Landkreis Hersfeld-Rotenburg mit ärztlichen Leistungen durch Allgemeinmediziner werden, erläuterte Schmidt. Diese Ärzte benötigten nach ihrem Studium, dem Jahr als Arzt im Praktikum und dem Examen eine weitere fünfjährige Ausbildung, bevor sie sich als Allgemeinmediziner niederlassen könnten. Schon heute gebe es große Schwierigkeiten, für die ländlichen Regionen solche Allgemeinmediziner zu finden.

Die Mediziner schlugen vor, einen Weiterbildungsverbund mit den Kliniken zu gründen und Angebote über Fünf-Jahres-Verträge zu machen. Ohne entsprechende Aus- und Weiterbildung sei es nicht möglich, sich als Allgemeinmediziner in einer Praxis niederzulassen.

Ein zweites Anliegen der Ärzteschaft ist es, den Notdienst zentral zu organisieren. Als Beispiele wurden die Landkreise Kassel und Fulda genannt. (red)

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