Zahl der aktiven Einsatzkräfte trotz Bevölkerungsschwund stabil

Jugendwehren im Kreis verlieren Mitglieder

Hersfeld-Rotenburg. Die Jugendfeuerwehren im Landkreis haben im vergangenen Jahr fast 60 Mitglieder verloren. Die Einsatzstärke bei den aktiven Feuerwehrleuten ist hingegen stabil geblieben – trotz Bevölkerungsschwundes im Landkreis. Auf diese Entwicklungen machten Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt und Kreisbrandinspektor Jürgen Weingarten am Samstag während der Großen Dienstversammlung der Landkreisfeuerwehren im Bürgerhaus Kirchheim aufmerksam.

Demnach gab es im Kreis Hersfeld-Rotenburg 2012 insgesamt 3479 aktive Feuerwehrmänner und -frauen. Und damit nur eine Kraft weniger als noch 2011. Anders beim Nachwuchs: Waren im Jahr 2011 noch 990 Mädchen und Jungen Mitglied einer Jugendfeuerwehr, fiel diese Zahl 2012 auf 933 und damit wieder unter den Wert von 2010, als die Jugendwehren noch 961 Mitglieder hatten.

„Der Rückgang um 57 Mitglieder ist nach meiner Ansicht alarmierend. Grundsätzlich bedeutet dies, dass bei 152 Feuerwehren im Landkreis die Zahl von 84 Jugendfeuerwehren wie auch die Anzahl von deren Mitgliedern zu niedrig ist und einer dringenden Steigerung bedarf“, sagte Weingarten. 39 Bambinigruppen mit 332 Mitgliedern gab es 2012 im Landkreis, 2011 waren es nur 36 mit 320 Mitgliedern. Dennoch: Auch in diesem Bereich gebe es Steigerungspotenzial. „In vier Großgemeinden gibt es immer noch in keinem Orts- oder Stadtteil eine Kindergruppe. Dies kann fast schon als ein Versagen der Verantwortlichen bezeichnet werden“, verdeutlichte Weingarten.

Die stabile Zahl der Aktiven wertet Weingarten positiv. Allerdings stünden in den Gemeinden beruflich bedingt tagsüber immer weniger Feuerwehrleute zur Verfügung. „Eine Aussage zur Einsatzbereitschaft zwischen 5 und 19 Uhr kann aus dieser Statistik nicht abgeleitet werden“, so Weingarten. Hintergrund, Zum Tage, Seite 2

Von Jan-Christoph Eisenberg

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