Studie: Immer weniger greifen zum Glimmstängel

Jugendliche finden Rauchen nicht cool

Hersfeld-Rotenburg. Rauchen ist nicht mehr cool – während noch vor wenigen Jahren die Kippe auf dem Schulhof unverzichtbar war, wenn man dazugehören wollte, geht der Trend jetzt in die Gegenrichtung. Eine Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat ergeben, dass der Anteil der Zigaretten rauchenden Jugendlichen im Alter von zwölf bis 17 Jahren bundesweit von 27,5 Prozent im Jahr 2001 auf 12,9 Prozent im Jahr 2010 zurückgegangen ist.

Auch in unserer Region ist ein Rückgang des Zigarettenkonsums bei Teenagern bemerkbar. „Zwar gibt es keine solche Studie, bei der nur Jugendliche aus dem Landkreis befragt wurden“, sagt Christina Heimeroth von der Fachstelle für Suchtprävention in Bad Hersfeld. „Aber rein gefühlsmäßig kann ich bestätigen, dass sich der Trend auch bei uns wiederfindet. Rauchen ist einfach uncooler geworden, es besteht weniger Gruppendruck als früher.“

Mehr Aufklärung

In den vergangenen Jahren hat die BZgA vermehrt Aufklärungskampagnen gegen das Rauchen gestartet. Die waren zum Teil speziell an Jugendliche gerichtet. Auch die mehrfachen Erhöhungen der Tabaksteuer haben zu einem Rückgang des Zigarettenkonsums unter Jugendlichen geführt. Während es im Jahr 2001 eine Schachtel Zigaretten noch für fünf Mark am Automaten gab, kostet sie jetzt mit fünf Euro fast das Doppelte.

Zudem verlangt der Automat heute einen Altersnachweis durch EC-Karte oder Führerschein. Dadurch wird der Zigarettenkauf für Minderjährige erschwert.

Noch vor wenigen Jahren war das Rauchen ab 16 Jahren gestattet, heute muss man volljährig sein. Auf hessischen Schulgeländen ist das Rauchen inzwischen grundsätzlich verboten, Kneipen und Diskotheken müssen Raucher in einen separaten Raum oder vor die Tür schicken. ZUM TAGE

Von Patrick Kessler

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