Parteien verzeichnen Zuwachs bei den Nachwuchsorganisationen

Jugend interessiert sich mehr für Politik

Hersfeld-Rotenburg. Jugendliche interessieren sich wieder mehr für Politik. Das ist eines der Ergebnisse der aktuellen Shell-Jugendstudie. Der allgemeine Trend schlägt sich auch bei den Jugendorganisationen der Parteien im Landkreis nieder. In Hersfeld-Rotenburg verzeichnen Jusos, Julis und Co. einen Mitgliederzuwachs.

Von der Entwicklung profitieren vor allem die kleineren Parteien, wie eine nicht-repräsentative Umfrage unserer Zeitung bei den Nachwuchsgruppen der fünf Parteien ergeben hat, die im hessischen Landtag vertreten sind. Die Grüne Jugend habe sich erst im Frühjahr neu gegründet, sagt ihre Kreissprecherin Laura Mühlhausen. Anfang 2010 waren es vier Mitglieder, berichtet die 18-Jährige. Jetzt besteht die Gruppe bereits aus zwölf jungen Grünen.

Ähnlich rasant ist die Entwicklung bei der Nachwuchsorganisation der Partei Die Linke. Fünf junge Menschen, die sich für Politik interessieren, haben im Mai 2009 die Solid-Basisgruppe Hersfeld-Rotenburg gegründet, berichtet ihr Gründungsmitglied Arik Roller. Inzwischen zähle die Gruppe bereits 14 Mitglieder.

Der Jungen Union sind allein im August vier neue Mitglieder beigetreten, sagt ihr Kreisvorsitzender Christian Eckhardt. Derzeit zähle die Jugendorganisation der CDU im Landkreis 165 Mitglieder zwischen 14 und 35 Jahren.

Die Jusos, Nachwuchsgruppe der SPD, kommt derzeit auf 125 Mitglieder im Alter bis 30 Jahre. Seit Jahresbeginn haben sie um acht Mitglieder zugelegt, sagt der Unterbezirksvorsitzende Jan Bannasch. Im gleichen Vorjahreszeitraum gab es sieben Beitritte.

Keinen Mitgliederzuwachs sieht der Kreisvorsitzende der Jungen Liberalen (JuLis), Hans Keller-Istwany: „Interesse ist da, aber wenn man selbst was machen muss, passiert nicht viel.“ Der FDP-Nachwuchs bestehe aus einem Kern von einem halben Dutzend Mitgliedern. Hintergrund/

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Von Marcus Janz

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