Eröffnungskonzert am 28. April mit Mozarts „Jupiter-Sinfonie“ und Webers „Jubelmesse“

Jubel als Festspiel-Ouvertüre

Hubert Schmidt

Bad Hersfeld. Mit Werken von Wolfgang Amadeus Mozart und Carl Maria von Weber startet der Chorverein die Festspielsaison. Das traditionelle Eröffnungskonzert für die 62. Bad Hersfelder Festspiele findet am Samstag, 28. April, ab 20 Uhr in der Stadthalle statt.

Das Hauptwerk des ersten Konzertteils bildet die sogenannte „Jupiter-Sinfonie“ (C-Dur KV 551) von Mozart. Sie ist seine letzte Sinfonie und wurde 1788 in Wien vollendet.

Fuge und Sonate vereinigt

Die Sinfonie findet ihre Krönung in der Coda, in der fünf musikalische Gedanken gleichzeitig erklingen. In diesem Meisterwerk vollzieht Mozart bruchlos die Vereinigung von Fuge und Sonate, von barockem und klassischem Geist.

Carl Maria von Weber, der Komponist des unsterblichen „Freischütz“, hatte neben seiner Tätigkeit als Theaterkapellmeister an der Hofoper in Dresden auch den Dienst in der katholischen Hofkirche zu versehen. Für seine kirchenmusikalische Praxis schrieb er kurz hintereinander 1818 eine Große Messe in Es-Dur (auch „Freischütz-Messe“ genannt) und 1819 die Messe in G-Dur die so genannte „Jubelmesse“.

Juwel der Kirchenmusik

Sie ist ein Juwel romantischer Kirchenmusik mit wunderschönen Arien und Chören und wurde 2005 erstmals in Bad Hersfeld vom Chorverein aufgeführt. Aufgrund vielfacher Nachfrage wird sie nun wiederholt. Weber äußerte sich über seine Messe: „Bei dieser Messe will ich nur an eine frohe, kindlich bittende und jubelnd zum Herrn betende Schar denken.“

Diesen beiden großen Werken werden kleinere Meisterstücke Mozartscher Kompositionskunst vorangestellt. „Schon lange lacht der holde Frühling“ (KV 580), 1789 in Wien entstanden, war geplant als Einlage in der deutschen Fassung der Oper „Il barbiere di Siviglia“ des italienischen Komponisten Paisiello. Es kam nie zu einer Aufführung, die Komposition geriet in Vergessenheit und wurde erst 1988 in Wien wiederentdeckt.

„Te Deum Laudamus“ (KV 141) ist ein Werk des erst 13-jährigen Mozart, 1769 kurz vor seiner ersten Italienreise entstanden. Die Echtheit des Werkes wurde lange angezweifelt bis man das Autograph mit Einträgen seines Vaters Leopold im Salzburger Domchor-Archiv auffand. Mozart überrascht in dieser frühen Komposition schon mit einer einem Lobgesang angemessenen überschwänglichen, festlichen Musik. Elsbeth Reuter und Kaja Plessing, bestens bekannte und beliebte Solistinnen übernehmen die weiblichen Solostimmen. Auch der Tenor Hubert Schmid brillierte bereits in mehreren Konzerten des Chorvereins. Zum ersten Mal wird Christian Palm (Bass) in Bad Hersfeld zu hören sein. Den Orgelpart übernimmt der Stadtkirchenkantor Sebastian Bethge. Es spielen die Frankfurter Sinfoniker, die Gesamtleitung hat Helgo Hahn. (red/kai) Eintrittskarten für das Eröffnungskonzert zu 15 Euro (ermäßigt 12 Euro) gibt es in der Kartenzentrale der Bad Hersfelder Festspiele am Marktplatz und im Modehaus P.K. Wolff, Badestube 6a.

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