Keim sprach mit Bürgermeister – Kontakt auch mit Bad Hersfeld

Jetzt wirbt Melsungen um das Muzkkka

Prof. Dr. Walther Keim

Rotenburg/Melsungen. Nach seinem Rücktritt als Direktor des Museums für zeitgenössische Kunst, Kultur und Karikatur (Muzkkka) in Rotenburg hat Professor Dr. Walther Keim jetzt in Melsungen ein Gespräch mit Bürgermeister Dieter Runzheimer (SPD) geführt. Nun wird spekuliert, ob das Muzkkka eventuell nach Melsungen umzieht.

Zuvor hatte Keim bereits Gespräche mit Bad Hersfelds Bürgermeister Thomas Fehling (FDP) geführt. Auch die Hersfelder SPD hatte Keim eingeladen, das Muzkkka im neuen Schilde-Park anzusiedeln. Das Gespräch in Melsungen sei auf Initiative des dortigen Bürgermeisters zu Stande gekommen, erklärte Keim. Der Bürgermeister war vom Stadtparlament damit beauftragt worden. Es habe sich um ein gutes, ergebnisoffenes Gespräch gehandelt, bestätigte Runzheimer.

„Melsungen ist eine Option, wenn die Voraussetzungen stimmen“, fasste der 76-jährige Keim das Ergebnis zusammen. Er habe mit Runzheimer vereinbart, dass er eine Aufstellung zum Raum- und Finanzbedarf erstelle. Der Bürgermeister will sich nach einer geeigneten Immobilie umsehen. Runzheimer: „Wir haben diverse Objekte, über die man nachdenken kann.“ Für Keim ist entscheidend, dass er auch den zweiten Teil seines Konzepts verwirklichen kann.

In einem Archiv möchte er seine eigene Karikaturensammlung unterbringen sowie Exponate, die ihm angeboten worden seien. In Rotenburg habe sich gezeigt, dass man nicht nur auf die städtische Unterstützung bauen könne, sondern Sponsoren nötig seien, die ein solches Museum tragen, erklärte Keim, der Homberg lebt.

Rotenburgs Bürgermeister Manfred Fehr ließe das Muzkkka nur ungern ziehen. Es sei eine Attraktion, die den Tourismus und die Lebensqualität fördere, erklärte er gegenüber unserer Zeitung. HINTERGRUND, ZUM TAGE

Von Heinz Rohde Und Kai A. Struthoff

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