Feuerwehr Asbach kritisiert, dass noch immer nichts passiert ist in Sachen Gerätehaus

Jetzt ist die Stadt am Zug

Die geehrten und beförderten Feuerwehrmänner der Asbacher Wehr bei der Jahreshauptversammlung, mit JÜrgen Richter, dem Wehrführer der Kernstadt Bad Hersfeld (ganz links). Foto: nh

ASBACH. Sichtlich zufrieden mit seiner Truppe, aber nicht mit allen äußeren Umständen zeigte sich Wehrführer Carsten Ullrich auf der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Asbach. So wurde zum wiederholten Male der mittlerweile untragbare Zustand des maroden und stark sanierungsbedürftigen Asbacher Feuerwehrgerätehauses kritisiert. Eine Sanierung sei wirtschaftlich nicht rentabel, so dass eine Zusammenlegung der Wehren aus Asbach und Beiershausen in einer neuen Feuerwache schon lange geplant sei.

Plan ist beschlossen

Von Seiten der Feuerwehr sei ein detaillierter Bedarfs- und Entwicklungsplan an die politischen Gremien der Stadt Bad Hersfeld übergeben worden, der einstimmig beschlossen und anschließend an die Stadtverwaltung zur Umsetzung weitergegeben wurde. Seitdem herrsche zum großen Unmut aller Feuerwehrleute Stillstand seitens der Stadt.

Auch der Wehrführer der Kernstadt, Jürgen Richter, kritisierte den aktuellen Fortschritt des Projekts. „Die Erstellung des Bedarfs- und Entwicklungsplans von Seiten der Feuerwehr sowie die politische Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung war ein klarer Auftrag an die Stadtverwaltung“, so Richter.

Politik hat Aufgaben erfüllt

Magistratsmitglied Hans- Georg Vierheller fügte an, dass nach der Feuerwehr auch die Politik ihre Aufgaben erfüllt habe und der nächste Schritt der Grundstückskauf durch die Stadt sei, um die damit verbundenen Fördergelder des Hessischen Innenministeriums beantragen zu können. In diesem Zusammenhang appellierte Vierheller an die Kohlhäuser Wehr, ihre Entscheidung bezüglich der Zusammenlegung zu einer Löschgruppe im Fuldatal nochmals zu überdenken.

Wehrführer Carsten Ullrich bilanzierte ansonsten ein vergleichsweise ruhiges Einsatzjahr in seinem Bericht. Zwölf Einsätze hatten die Asbacher Brandschützer im letzten Jahr abzuarbeiten, darunter ein Dachstuhlbrand am Johannesberg und ein tragischer Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang auf der B 62 bei Beiershausen. Die Wehr besuchte weiterhin insgesamt 20 Lehrgänge auf Kreis- und Landesebene.

Unterkunft mit aufgebaut

Zudem waren die Einsatzkräfte in den Aufbau der Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Herkules-Markt in Bad Hersfeld eingebunden. Dazu wurden auch wieder Brandsicherheitsdienste in der Stiftruine sowie auf dem Hippie-Festival in Breitenbach am Herzberg durch die derzeit 39 Aktiven der Einsatzabteilung übernommen.

Der Erste Vorsitzende des Feuerwehrvereins Matthias März machte auf das 90-jährige Bestehen der Feuerwehr Asbach aufmerksam, das im Mai über drei Tage gefeiert werden soll. (red/ass)

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