Bad Hersfelds Bürgermeister Thomas Fehling plädiert für den „Lullus-Sportpark“

Jetzt den ersten Schritt tun

Der Masterplan für den Lullus-Sportpark ist zunächst einmal eine Ideen-Sammlung. Konkret soll jetzt als erster Schritt die Erneuerung des Hessen-Stadions an der Oberau in Angriff genommen werden. Plan: Architekturbüro Manfred Beier 

Bad Hersfeld. „Wenn wir den ersten Schritt nicht machen, dann haben alle verloren“, sagt Bad Hersfelds Bürgermeister Thomas Fehling mit Blick auf den Masterplan des „Lullus-Sportparks“. Die umfassende Ideensammlung für zum Teil ohnehin sanierungsbedürftige Sport- und Freizeitanlagen in der Fuldaaue will die Stadt mit Hilfe des Landesprogramms „Herausragende Sportstätten“ Wirklichkeit werden lassen.

Dafür benötigt Fehling jetzt allerdings ein klares Votum der Stadtverordnetenversammlung. „Wir haben schon jetzt große Sorgen, ob der Zeitplan eingehalten werden kann, weil die Maßnahmen bis Ende 2015 abgerechnet sein müssen“, sieht der Bürgermeister Handlungsbedarf. Mit der Vergabe von Planungsaufträgen sollen die Parlamentarier in der Sitzung am kommenden Donnerstag erklären, ob das Projekt „Lullus-Sportpark“ weiter verfolgt werden soll oder nicht.

Zunächst geht es dabei vor allem um das Sportgelände Oberau, also um das Hessen-Stadion. Hier sieht Fehling den „Nukleus“, den Kern des Sportparks, von dem aus nach und nach weitere Pläne umgesetzt werden könnten – dann auch aus anderen Fördertöpfen.

Fehlings Argumentation bezieht sich auf ohnehin unvermeidliche Sanierungskosten für das Stadion in der Größenordnung von 1,5 bis zwei Millionen Euro – die allerdings nur den Status Quo sichern würden. Mit einem Volumen von vier Millionen Euro könnte die Anlage jedoch um weitere Freizeitangebote ergänzt werden, die dem Breitensport, aber auch Trendsportarten zugute kämen und zudem behindertengerecht wären.

Verein ist eingebunden

Der Verein SG „Hessen“ Hersfeld ist in die Planungen eingebunden und bereit, sich auch anderen Vereinen und Nutzern zu öffnen. Die Stadt rechnet für dieses Projekt mit einer Landesförderung in der Größenordnung von 50 Prozent.

Allerdings: die Zeit drängt. „Wir müssen dafür die ganz schnellen Laufschuhe anziehen“, sagt der Bürgermeister und fügt hinzu: „Wir wollen das aber gerne leisten, weil das für uns ein sinnvolles Projekt ist.“

Von Karl Schönholtz

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