Allein in diesem Jahr werden am Kreiskrankenhaus zwei Millionen Euro investiert

Ein Bad für jedes Zimmer

Bis 2015 sollen alle Patientenzimmer über ein Bad mit Dusche und Toilette verfügen: Los geht es im November mit dem C-Flügel, der sich im Bild hinter dem Gebäudeteil mit Fahrstuhl (Mitte) versteckt, danach kommen die Flügel links und rechts an die Reihe. Foto: Schankweiler-Ziermann

Rotenburg. Investitionen von über zwei Millionen Euro sollen noch in diesem Jahr im Kreiskrankenhaus (KKH) Rotenburg getätigt werden. Schwerpunkte werden der Neubau der Sterilisation ab September für 1,8 Millionen Euro und der Beginn der Sanierung des sogenannten C-Flügels zum Funktions- und Bettentrakt ab November sein.

Im C-Flügel mit dem alten Eingangsbereich befinden sich bisher nur Funktionsräume, neu gebaut werden zwei Stationen, jedes Zimmer mit Dusche und Toilette. Auch eine Kapelle wird hier neu gebaut.

Allein 120 000 Euro werden zur Erweiterung der Angebote im Bereich der minimal- und mikroinvasiven oder Schlüsselloch-Chirurgie investiert. Das erklärte jetzt KKH-Geschäftsführer Reiner Schickling, der zum vierten Mal einen Gesundheitsbericht, den für das Jahr 2011, vorlegte.

Zusammengefasst wurden kürzlich die bisher getrennten Notaufnahmen Chirurgie und Innere Medizin zu einer gemeinsamen Aufnahme. Damit sollen die Abläufe verbessert und die Wartezeiten verkürzt werden, erläuterte Verwaltungsleiter Sassan Pur. Außerdem fließen in diesem Jahr 150 000 Euro in den Brandschutz des KKH, dessen Träger der Evangelische Diakonieverein Berlin-Zehlendorf ist.

Über 23 000 Patienten werden laut Gesundheitsbericht jährlich im Haus behandelt. Das Haus verfügt über 160 Betten und hat im vergangenen Jahr knapp 10 000 Fälle gezählt, darunter 1350 ambulante Operationen. Bis zur Einstellung der Geburtshilfe Ende Juni erblickten im Jahr 2011 am KKH 68 Kinder das Licht der Welt. Während die gynäkologische Station weiterläuft, konzentriert sich die Geburtshilfe im Kreis Hersfeld-Rotenburg jetzt auf das Klinikum in Bad Hersfeld.

Wie der Gesundheitsbericht 2011 ausweist, kommen die Patienten vor allem aus dem Kreisteil Rotenburg, aber auch aus Heringen, Ludwigsau und Bad Hersfeld sowie Sontra, Spangenberg und Morschen. Darüber hinaus kommen weitere 14 Prozent der Patienten aus anderen Orten und Kreisen ins KKH.

Seit Beginn des Jahres ist Dr. Martin Oechsner Chefarzt der Chirurgie. Neu am Haus ist auch Dr. Wolfgang Thon als leitender Arzt der Onkologie in der Abteilung Innere Medizin mit Chefarzt Dr. Daniel Gleichmann. Nachdem Gynäkologe Peter Götzke sich Ende März in den Ruhestand verabschiedet hat, besteht die Abteilung Frauenheilkunde nun aus den Belegärzten Thomas Schmitt, Dr. Karl Schlanz und seit April Dr. Werner Reckelkamm.

Die Zahl der Beschäftigten liegt bei 355, darunter 125 Pflegekräfte, 32 Ärzte und 40 Mitarbeiter im medizinsch-technischen Dienst. 32 Gesundheits- und Krankenpfleger werden ausgebildet.

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

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