Pyramide aus 7000 Bauteilen auf dem Linggplatz als Symbol der Völkerverständigung

Jeder Klotz eine Sprache

Noch stehen die Bauteile der Sprachenpyramide gut verpackt in einer alten Schilde-Halle wie Initiator Rudolf Dahinten der HZ zeigte (großes Foto). Ab 10. April werden die 7000 Holzklötze auf dem Lichtplatz neben der Stadtbibliothek aufgebaut. Wie die fertige Pyramide dann aussieht, ist auf der Visualisierung im kleinen Bild zu sehen. Foto: Schönholtz, Visualisierung: Fabian Dahinten

Bad Hersfeld. Sie besteht aus 6500 Klötzen, die für (mutmaßlich) alle Sprachen dieser Welt stehen: Vom 10. April an wird das Technische Hilfswerk auf dem Lichtplatz in Bad Hersfeld neben der Stadtbibliothek eine hölzerne, sieben Meter hohe Pyramide errichten, die dort bis zum Herbst ein Symbol für Völkerverständigung und Sprachenvielfalt sein soll.

„Die Sprache spielt in Bad Hersfeld doch eine immer größere Rolle“ hat Rudolf Dahinten, Leiter des Fachbereichs Zentrale Dienste bei der Stadtverwaltung und Initiator der Aktion, festgestellt. Dahinten denkt dabei unter anderem an das Sprechtheater in der Stiftsruine, die neue internationale Ausrichtung der Festspiele und das geplante Science Center „Magie der Sprache“, das im neuen Schilde-Park entstehen wird.

Als er jetzt vom „Festival der Sprachen“ hörte, in dessen Rahmen der Linguistik-Professor Hans Krings vor der populärwissenschaftlichen Erlebniswelt „Universum“ in Bremen besagte Sprachenpyramide errichten ließ, reifte bei Dahinten eine Idee.

Gegen Erstattung der Abbaukosten erwarb die Stadt Bad Hersfeld nach Abschluss des Festivals die 7000 Bauteile und 14 000 Schrauben, aus denen die Pyramide besteht. Dahinten sorgte anschließend für den Transport nach Waldhessen.

Jetzt liegen die Klötze noch in einer der Schilde-Hallen und warten darauf, nach Ostern wieder aufgebaut zu werden.

Von Karl Schönholtz

Kommentare