Verkehrsbericht: Weniger Unfälle auf Landstraßen

Jeder fünfte Unfall mit jungem Fahrer

Hersfeld-Rotenburg. Die Unfälle auf den Autobahnen, Bundesstraßen und Landstraßen gingen im vergangenen Jahr weiter zurück. So sanken die Unfälle auf Landstraßen in Osthessen um rund zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dies bezeichnete Polizeipräsident Alfons Hoff als äußerst erfreulich. Sie belegten, dass sich das im Jahr 2012 vom Land Hessen eingeführte Programm „Sichere Landstraße“ bewährt habe. An den bekannte Unfallstellen seien die Unfallzahlen nach zusätzlichen Geschwindigkeitskontrollen deutlich gesunken.

Gesunken ist in Osthessen auch die Zahl der von jungen Menschen bis 24 Jahre verursachten Unfälle. Gezählt wurden über 2300 Unfälle mit jungen Menschen dieser Altersklasse, über 417 Personen verunglückten bei diesen Unfällen (-97). Bei einem Bevölkerungsanteil von acht Prozent stellt die Altersgruppe fast 20 Prozent der bei Verkehrsunfällen verunglückten Personen (81).

Verunglückte Autofahrer ab 65 Jahren gab es 53. Einerseits steigt die Zahl der Verkehrsunfälle dieser Altersgruppe – auch wegen der zunehmenden Zahl älterer Fahrer. Die Zahl der Verunglückten blieb aber unverändert gegenüber dem Vorjahr.

Auch die Kinder und Jugendlichen gehören zu den Risikogruppen. 53 verunglückten 2013 bei Verkehrsunfällen. Positiv sind die Trends, wenn man Fußgänger, Fahrradfahrer und Motorrad-Fahrer betrachtet. Durchweg sank hier die Zahl der Verunglückten, bei den Motorradfahrern zum Beispiel um 14 Unfälle auf insgesamt 70, wobei immer noch 56 verletzt wurden.

Prävention ist ein großes Stichwort für die Verantwortlichen bei der Polizei. Das betonten neben Polizeipräsident Hoff auch die Leiter der Polizeistationen in Bad Hersfeld, Harald Scholz, und Rotenburg, Horst Mertelmeyer, sowie Pressesprecher Manfred Knoch kürzlich bei der Vorstellung des Verkehrsberichtes 2013.

Aktion Blitz für Kids

So soll die Aktion „Blitz für Kids“ besonders Kinder als jüngste Verkehrsteilnehmer schützen. Auch das Informationsportal „www.lieber-als.de“ habe sich bewährt und wurde weitergeführt. Das gilt auch für das Projekt „Gelbe Karte“. Es ergänze die bereits bestehenden vorbeugenden Bausteine gegen Gewalt, Alkohol- und Drogenmissbrauch.

Der Polizeipräsident wies zudem auf die gute Zusammenarbeit des Polizeipräsidiums Osthessen mit allen hin, die sich der Verkehrssicherheit verschrieben hätten, etwa die Kreisverkehrswacht. (ank)

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