Saxofonist Mulo Francel trat im Bad Hersfelder Buchcafé auf

Jazz und Swing vom Feinsten

Mulo Francel gilt zurecht als einer der besten europäischen Saxofonisten. Er gastierte mit seinem Jazzquartett am Montagabend im Bad Hersfelder Buchcafé. Foto: Rödiger

Bad Hersfeld. Als Saxofonist des bekannten Weltmusik-Quartetts „Quadro Nuevo“ hat sich Mulo Francel bei den Bad Hersfelder Livemusikfans inzwischen einen so bekannten Namen gemacht, dass es ihm auch mühelos gelingt, an einem Montagabend mit Jazzmusik eine rekordverdächtige Menge an Zuhörerinnen und Zuhörern ins Bad Hersfelder Buchcafé zu locken.

Alle Songs des Abends sind Eigenkompositionen von Mulo Francel und seinen drei Freunden. In klassischer Jazzquartett-Besetzung Schlagzeug, Kontrabass, Klavier und Saxofon erklangen jede Menge dieser exzellenten Jazz-Kompositionen. Songs von melodiöser Virtuosität und jeder Menge coolem Swing wie sie in der Blütezeit des Jazz geschrieben wurden, erklangen an diesem Montagabend von der Konzertbühne des Buchcafés.

Mulo Francel zeigte sich am Saxofon in musikalischer Bestform, gefühlvoll, melodiös, ideenreich und technisch schlicht und einfach brillant. Seine Soli sind dynamische Höhenflüge die auch bei eingefleischten Jazzfans nichts mehr zu wünschen übrig lassen, dies gilt im gleichen Maße auch für seine drei „Friends“.

Sven Faller am Kontrabass, Robert Kainar am Schlagzeug und Pianist David Gazarov sind musikalisch immer auf Augenhöhe mit ihrem Frontmann. Auch ihre ausgedehnten solistischen Alleingänge strotzen nur so vor Kreativität und Spielfreude.

Das Bad Hersfelder Publikum lauschte immer aufmerksam und honorierte jedes virtuose Instrumenten-Solo mit Sonder-Applaus. Beflügelt von der Jazzclub-Atmosphäre und der räumlichen Nähe zum Publikum wuchs der bekennende Buchcafé-Fan Mulo Francel über sich hinaus und bewies ein aufs andere Mal seine absolute Extra-Klasse am Saxofon. Er ließ sein Saxofon unermüdlich singen, lachen und weinen und verblüffte des Öfteren mit atemberaubend schnellen Läufen auf seinem monophonen Instrument.

Das Buchcafé-Publikum lauschte fasziniert und viele Köpfe wippten im Takt der Musik. Donnernder Applaus war dann auch der verdiente Lohn für dieses außergewöhnlich edle Jazz-Erlebnis an einem schlichten Montagabend in Bad Hersfeld.

Von Werner Rödiger

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