250 Dinge, die wir an der Region mögen (235): Sport & Show in Bad Hersfeld

40 Jahre Erfolgsgeschichte

Bad Hersfeld. 7000. Knapp 7000 Besucher zieht Sport & Show in Bad Hersfeld seit einigen Jahren an. Als Hans Hantke 1975, damals gerade einmal 30 Jahre alt und neuer Sportredakteur der Hersfelder Zeitung, die erste Sportpresseschau in Hohenroda ausrichtet und moderiert, ist an eine solche Erfolgsgeschichte noch nicht zu denken. Im Januar 2014 findet die Veranstaltung bereits zum 40.(!) Mal statt. Nach wie vor ist Hantke Organisator und Moderator.

600 Besucher kommen 1975 nach Hohenroda – und zahlen fünf D-Mark Eintritt. Schnell werden die Presseschauen zum Selbstläufer. Immer prominentere Größen aus der Welt des Sports kommen. Die Palette der Welt-, Europa- und Deutschen Meister sowie Olympiasieger ist lang. John Akii-Bua, Wolfermann, Mögenburg, Meyfahrt (alle Leichtathletik), Hanisch (Fechten), Gienger, Thüne (Reckturnen), Rischer und die deutsche Nationalmannschaft (Rhythmische Sportgymnastik), Neureuther (Judo), die Pasarelli-Brüder (Ringen) und viele, viele mehr sind in Hohenroda zu Gast. Nicht zu vergessen: Jede Menge Fußball-Stars wie Seeler, Overath, Grabowski und Fritz Walter.

„Wir haben alles präsentiert, was Rang und Namen hat. Die Region im ehemaligen Zonenrandgebiet hat geradezu danach gelechzt“, sagt Hantke nicht ohne Stolz. Mitte der 90er Jahre sind die Kapazitäten in Hohenroda, wo die Show mittlerweile vor jeweils gut 1000 Besuchern zweimal aufgeführt wird, erreicht. Es folgt der Umzug nach Bad Hersfeld. Weil die Kartennachfrage stetig steigt, gibt es dort erst drei und seit einigen Jahren sogar vier Veranstaltungen.

Die Mischung macht’s

Es sind an sich vier Dinge, die Sport & Show so beliebt machen. Das ist zum einen der Mix aus Artistik, Comedy, Musik, Varieté, Sport und eben Show, der von Jahr zu Jahr hochwertiger geworden ist.

Zum Zweiten richtet sich die Veranstaltung nicht an eine bestimmte Zielgruppe, sondern irgendwie an alle Altersgruppen. „Sport & Show soll eine Veranstaltung für die ganze Familie sein“, hat Hantke stets betont. Drittens ist es der Spagat zwischen Profis und Amateuren aus der Region, der zum Konzept gehört. Auch heimische Sportler dürfen sich hier, Jahr für Jahr, auf der großen Bühne präsentieren – und machen das meistens ziemlich gut.

Und weil die Zuschauer das Ganze noch zu einem absolut vertretbaren Preis von 15 bis maximal 25 Euro zu sehen bekommen, rennen sie dem Veranstalter seit Jahr und Tag die Türen ein. Das wird auch am zweiten Januar-Wochenende so sein, wenn die Waldhessenhalle vermutlich wieder viermal ausverkauft sein wird.

Wenn sich Hantke danach etwas zurückzieht, die Moderation, nicht aber die Programmgestaltung aus der Hand gibt, sollte das der Erfolgsgeschichte keinen Abbruch tun. Sport & Show ist (und bleibt) Sport & Show.

Von Sascha Herrmann

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