Verein ist auf der Suche im Bad Hersfelder Stadtgebiet

Islamische Gemeinde möchte neue Moschee

Bad Hersfeld. Die Türkisch-Islamische Gemeinde Bad Hersfeld wünscht sich eine neue Moschee – mit mehr Platz für die Jugendlichen, einer größeren Küche und repräsentativeren Optik. Einige Gebäude haben sich die Verantwortlichen schon angeschaut, ein passendes Objekt wurde aber bislang nicht gefunden.

„Die christlichen Kirchen haben so schöne Gebäude, das hätten wir auch gerne“, sagt der Vorsitzende der Gemeinde, Yalcin Solak, und betont: „Wir wollen keine Probleme machen, aber wir leben auch als Bürger hier und wollen als solche akzeptiert und respektiert werden.“ Seit seiner Amtsübernahme im März 2011 hat es Solak sich zur Aufgabe gemacht, vermehrt den interkulturellen Kontakt zu suchen, und den Islam als friedliche und vielschichtige Religion zu erklären.

Seit 1982 existiert die Bad Hersfelder Gemeinde unter dem Dachverband Ditib, 1986 wurde die Moschee an der Dudenstraße eingerichtet. In dem vierstöckigen Gebäude, das dem Dachverband gehört, nutzt die Gemeinde zwei Etagen (siehe Hintergrund). Die Gemeinde hat etwas mehr als 100 erwachsene Mitglieder, an Feiertagen kommen laut Solak aber bis zu 400 Muslime in die Moschee. „Ich selbst musste dann schon in der Küche beten“, berichtet der Vorsitzende, der davon ausgeht, dass eine schönere Moschee der Gemeinde auch mehr Mitglieder brächte.

An ein neues Gebäude mit großem Minarett und Muezzinruf denkt Solak dabei nicht, wenngleich etwas vergleichbares natürlich schön wäre. Ein ebenerdiges Gebäude in zentraler Lage könnte entsprechend umgestaltet werden.

„Wir haben das Anliegen im Kopf und vermitteln Kontakte“, sagt Johannes van Horrick, Fachbereichsleiter der Technischen Verwaltung, in zentraler Lage sei es aber kaum möglich, etwas Geeignetes zu finden. In Bebra konnte der dortige Türkisch-Islamische Kulturverein 2003 einen sanierten Ersatzbau feierlich eröffnen. Seite 2, Zum Tage, Hintergrund

Von Nadine Maaz

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