Kulturarbeit wird seit Jahren finanziell unterstützt – Trägerverein hofft auf Geld für den Umzug

Irritationen um Buchcafé-Förderung

Bad Hersfeld. Der Beitrag über die Umzugs- und Umbaupläne des Buchcafés (HZ, Freitag, 22. November) hat für Irritationen und auch Verärgerung in den städtischen Gremien gesorgt.

Durch die nachrichtliche Verkürzung ist bedauerlicherweise der Eindruck entstanden, dass Buchcafé habe noch nie finanzielle Unterstützung der Stadt erhalten. Das stimmt so natürlich nicht.

Das entsprechende Zitat von Geschäftsführer Helmut Weide-Basler bezog sich ausschließlich auf die von ihm im Gespräch zuvor geschilderten Umzugs- und Ausbaumaßnahmen, die das Buchcafé in den zurückliegenden 34 Jahren jeweils ohne städtische Hilfe realisiert hat.

Beträchtliche Förderung

„Für die laufende Kulturarbeit des Buchcafés werden wir seit vielen Jahren kommunal beträchtlich gefördert“, stellt Weide-Basler klar. Über lange Zeit hatte der Trägerverein jährlich 65 000 Euro von der Stadt erhalten. Diese Summe war im vergangenen Jahr, wie bei anderen Vereinen auch, im Zuge von Sparmaßnahmen um zehn Prozent gekürzt worden. Die Kosten für die zwei vorangegangenen Umzüge nach dem Brand und dem Brandanschlag indes hatte der Verein ohne städtische Hilfe getragen.

Jetzt muss das Buchcafé erneut umziehen, weil das derzeitige Domizil in der Badestube verkauft wurde. Deshalb plant das Kulturzentrum in die deutlich größeren Räume eines früheren Supermarktes im Parkhaus am Neumarkt zu ziehen. Die Unternehmer Bohn und Höpfner planen, das Parkhaus teilweise in ein Hotel umzuwandeln. Potenzieller Pächter ist der Hotelier Achim Kniese. Wie berichtet, wird der Unternehmer Heiner Bohn die Kosten für die gesamte Grundsanierung der Räumlichkeiten übernehmen. Zusätzlich wird er noch 150 000 Euro zum weiteren Ausbau beisteuern.

Das Buchcafé erhofft sich von der Stadt einen Umzugs- und Umbauzuschuss in Höhe von 90 000 Euro. Ferner hat der Trägerverein Anträge auf Fördergeld beim Land Hessen und Stiftungen gestellt. (kai)

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