Projekt für sieben Millionen Euro

BAD HERSFELD. Mit einem fast fertigen Konzept waren die Investoren in die Zwangsversteigerung des Parkhauses am Neumarkt gegangen. Für 420 000 Euro erhielt die Planet- Merchandise GmbH & Co. KG, hinter der Heinrich Bohn aus Philippsthal und Günther Höpfner aus Bad Hersfeld stehen, schließlich den Zuschlag im Amtsgericht Bad Hersfeld.

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Aus der sanierungsbedürftigen Problem-Immobilie wollen die Investoren einen Komplex schaffen, der vier „Bausteine“ vereint: Ein Hotel, einen Parkbereich, Terrassenwohnungen und eine Restfläche, deren Nutzung noch nicht festgelegt werden soll – verteilt auf das Untergeschoss, Erdgeschoss, erstes und zweites Obergeschoss sowie ein Dachgeschoss. Gesamtinvestitionssumme: Etwa sieben Millionen Euro. Die Hotelzimmer könnten in der ersten Etage untergebracht werden, die Parkplätze in der zweiten Etage und die Eigentumswohnungen im Dachgeschoss, sodass der Blick über Bad Hersfeld möglich ist. Das Hotel stellen sich die Investoren als Tagungshotel vor.

Es gilt nun, einen Betreiber zu finden, gerne auch vor Ort. „Ich denke, es gibt genug Potential für ein weiteres Hotel“, so Bohn. Auch die Möglichkeit, weitere Gesellschafter ins Boot zu holen, sprachen Bohn und Höpfner an. So konkret die Pläne auf dem Papier schon aussehen, noch handle es sich um eine Projektstudie, betonen die Investoren, die endgültige Machbarkeit müsse sich noch zeigen. Beim Bauamt der Stadt hätten die Investoren aber vor der Versteigerung bereits vorgefühlt. „Jetzt fängt die eigentliche Arbeit an“, hieß es. Von dem bestehenden Gebäude soll möglichst wenig Altsubstanz abgerissen und möglichst viele bestehende Bauteile sollen integriert werden. „Das war eine Denksportaufgabe – wie kann ich das Gebäude bestmöglich nutzen, ohne es ganz abzubrechen?“, berichtet Bohn. Die Investoren sind von ihrem Projekt überzeugt, „große Klasse“ fand die Idee auch ein interessierter Zuhörer im Gericht.

Von Nadine Maaz

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