GWH verkauft Wohnungen am Helfersgrund an einen Schweizer

Investoren schätzen Hersfelder Immobilien

Bad Hersfeld/Witzenhausen. Die Wohnungsgesellschaft Hessen (GWH) hat 126 Wohnungen in der Jenaer- und Bad Salzunger Straße im Helfersgrund in Bad Hersfeld an die CGH A7 Invest GmbH & Co. KG verkauft. Das Unternehmen hat auch 138 Wohnungen in Witzenhausen und 72 Wohnungen in Hessisch-Lichtenau gekauft. Hinter dem Unternehmen CGH A7 steht ein Schweizer Staatsbürger, der über lange Erfahrung in der Immobilienbranche verfügen soll.

Der Leiter der GWH-Geschäftsstelle in Kassel, Stefan Bürger, sagte unserer Zeitung: „Der Mieter merkt nichts von dem Eigentümerwechsel, außer das sich die Bankverbindung ändert.“ Luxussanierungen oder die Umwandlung in Eigentum seien nicht geplant. Bürger widersprach auch dem Eindruck, dass es sich bei der CGH A7 um eine Briefkastenfirma handelt. Es handele sich um eine Gesellschaft nach deutschem Recht.

Grund für den Verkauf sei die weiter hohe Nachfrage nach Mietimmobilien in Kleinstädten. „Der Standort Bad Hersfeld wird von potenziellen Investoren sehr gut eingeschätzt“, sagte Bürger.

Gleichwohl plane die GWH keine weiteren Verkäufe ihrer restlichen 338 Wohnungen in Bad Hersfeld. Dazu gehörten Objekte am Petersberg, Steingraben, auf der Hohen Luft sowie auch die Sinti-Siedlung.

Durch den Verkauf könne die GWH aber gute Preise und Einnahmen erzielen, die an anderer Stelle in den Bestand investiert würden, erklärte Bürger. Mit diesem Geld könnten dann notwendige Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten finanziert werden.

In Witzenhausen hatte der Verkauf für Unruhe gesorgt, als bekannt wurde, dass sich die GWH ganz aus der Stadt zurückziehen wolle. Zudem gab es Hinweise auf Unregelmäßigkeiten bei der Nebenkostenabrechnung. Das ist in Bad Hersfeld aber nicht der Fall wie Stadtwerkechef Peter Sobisch erklärte.

 

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Von Claas Michaelis und Kai A. Struthoff

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