Hersfelder Festspielchor studiert Bachs „Magnificat“ und die h-Moll-Messe ein

Intensive Probenarbeit

Stimmgewaltig: Die Mitglieder des Hersfelder Festspielchors bei der Probe der Stücke von Bach. Foto: nh

BAD HERSFELD. Bachs „Magnificat“ hat für einen Chor seine Tücken. Das zwölfteilige Werk hat fünf Chornummern, die relativ kurz sind. Da bleibt keine Zeit, sich hineinzufinden. Man muss auf den Punkt präsent sein.

Die Vertonung des „Lobgesangs der Maria“ ist das Hauptwerk des Bach-Konzerts am 23. Juni, das um 16 Uhr in der Stiftsruine beginnt. Über einhundert Sängerinnen und Sänger trafen sich dafür am Wochenende zu intensiven Proben im Bach-Haus.

Bach hat das Werk fünfstimmig angelegt, womit es in die Nähe der h-Moll-Messe rückt. Ähnlich wie dieses große Werk, welches der Hersfelder Festspielchor im Dezember aufführen wird, gilt es auch beim „Magnificat“ viele Koloraturen zu bewältigen.

Besonders die Fuge kurz vor Schluss ist kunstvoll verzahnter Jubel und muss deshalb rhythmisch perfekt sein. Das nicht immer sofort eingängige und mit kontrapunktischer Konstruktion durchsetzte Werk Bachs stellt für Laienchöre eine Herausforderung dar, der sich der Hersfelder Festspielchor gestellt hat und dessen Bewältigung er bei den diesjährigen Festspielkonzerte beweisen will.

Neben dem „Magnificat“ erforderte aber auch die h-Moll-Messe intensive Probenarbeit. Siegfried Heinrich, Chorleiter und künstlerischer Leiter der Festspielkonzerte, erläuterte die Komplexität des Werkes, welches für viele Sänger ganz neu einzustudieren war. Aus diesem Grund lag der zweite Schwerpunkt des musischen Wochenendes auf der Erarbeitung dieses Meisterwerks.

Neben der intensiven Probenarbeit kamen aber auch Spaß und Freude nicht zu kurz. In den Pausen nutzten die Sänger die Zeit zum gegenseitigen Austausch, beim gemeinsamen Essen wurden neue Freundschaften geschlossen. (red)

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