Holk Freytag nutzt Gesprächsreihe „ungeschminkt“ für sein Fazit der Festspielsaison

Der Intendant wird bleiben

Gesprächsrunde: von links Markus Pfromm, Patrizia Margagliotta, Lea Isabel Schaaf, Dieter Kelp und Holk Freytag diskutierten gestern Mittag im Lounge-Zelt neben der Stiftsruine in der Gesprächsreihe „ungeschminkt“ über die Festspiele, über Toleranz und vieles mehr. Foto: Reymond

Bad Hersfeld. Einen kleinen Rückblick auf die Festspielsaison gab Intendant Holk Freytag gestern Mittag während der letzten Veranstaltung der Gesprächsreihe „ungeschminkt“ im Lounge-Zelt neben der Stiftsruine.

Dabei ließ er nicht sofort die Katze aus dem Sack, sondern streute seine dezenten Hinweise locker und gekonnt in die Gesprächsrunde ein. Danach sei Bürgermeister Thomas Fehling finanziell mit den Festspielen zufrieden. Insgesamt 95 000 Besucher hätten die Aufführungen besucht. An der Spitze „König Lear“ mit einer Auslastung zwischen 95 und 98 Prozent. Sehr gut besucht sei auch dass Musical „Anatevka“ gewesen. „Für den ‘Zauberberg’ hätte ich mir etwas mehr gewünscht. Die Menschen, die das Stück gesehen haben, waren sehr zufrieden“, sagte Freytag.

Er selbst wird wohl auch über das Jahr 2013 hinaus Intendant der Bad Hersfelder Festspiele bleiben. „Ja, ich gehe davon aus, wir sind auf einem guten Wege. Der Bürgermeister wird auch dazu etwas sagen“, führte Freytag mit Blick auf die Bilanzpressekonferenz aus, die am morgigen Dienstag stattfindet.

Wiener Sägerknaben kommen

Dass er die Intendanz der Bad Hersfelder Festspiele auch in den Jahren 2014, 2015 und 2016 übernehmen wird, belegt wohl ein Deal, den er bereits für das Jahr 2014 eingefädelt hat. So werden dann die Wiener Sängerknaben in Bad Hersfeld auftreten. „Meine Vorgängerin Elke Hesse ist ja deren Geschäftsführerin. Und wir haben gute Gespräche geführt“, verdeutlichte der Intendant.

Lechtenbrink als Regisseur

Im kommenden Jahr wohl nicht auf der Festspielbühne wird Volker Lechtenbrink stehen. „Selbst spielen und ,Die drei Musketiere‘ zu inszenieren, das dürfte wohl auch für ihn etwas viel werden“. Mit diesen Äußerungen gewährte Freytag bereits einen Einblick in das, was im kommenden Jahr auf die Bühne der Ruine kommt. Wahrscheinlich ist auch, dass „Der Name der Rose“ abermals zu sehen sein wird. „Umberto Eco kommt sicher wieder. Die Richterskala bei diesem Stück ist nach oben offen. Die Figuren sind ja richtige Freaks. Und unsere Schauspieler trauen sich bei der Präsentation der Charaktere immer mehr zu“, freute sich Freytag.

Abschließend wünschte er sich mehr Hersfelder in der Ruine. „Bad Hersfeld ist lediglich mit fünf Prozent an den Besuchern beteiligt. Eine Zahl von acht bis neun Prozent wäre gut“, gab der Intendant den Gästen mit auf den Heimweg.

Von Mario Reymond

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