Festspiele: Freytag kritisiert Einschränkungen durch die Oper

Intendant wehrt sich gegen Terminzwang

Bad Hersfeld. Festspiel-Intendant Holk Freytag wehrt sich gegen die Terminzwänge, denen das Bad Hersfelder Theater-Festival durch die anschließenden Veranstaltungen der „Oper in der Stiftsruine“ unterworfen ist. „Es bleibt für mich ein Skandal, dass wir gezwungen sind, nur in den Sommerferien zu spielen“, sagte Freytag in einem Gespräch mit unserer Zeitung.

Der Intendant kündigte an, den Magistrat der Stadt mit diesem Thema zu konfrontieren. „Das kann ich denen nicht ersparen,“ sagte Freytag, der schon vor dieser Spielzeit mit dem Opern-Veranstalter „Arbeitskreis für Musik“ (AfM) wegen eines Gastspiels des Dresdner Kreuzchors im Clinch lag. Weil der AfM per Rechtsstreit auf seine alleinige Zuständigkeit für klassische Musik pochte, kam es zum Vergleich mit dem Ergebnis, das Konzert gemeinsam zu veranstalten.

Trotz der vermeintlichen Wettbewerbs-Nachteile durch die seiner Ansicht nach unangemessen starke Position des AfM zog Holk Freytag eine positive Bilanz der ersten beiden Festspiel-Wochen.

„Ich bin total erleichtert“, gestand der Intendant, der nach einer Bypass-Operation gesundheitlich schwer angeschlagen in die Probenzeit gegangen war. Trotz dieses Problems und des kurzfristigen Ausfalls eines Hauptdarstellers sind die vier „großen“ Produktionen in der Stiftsruine gut über die Bühne gegangen und wurden von Kritik wie Publikum überwiegend positiv, zum Teil sogar begeistert aufgenommen.

Auch der 2010 noch unbefriedigende Kartenverkauf hat sich erfreulich entwickelt. „Wir sind zufrieden. Wir liegen sehr viel besser als im letzten Jahr“, sagte Freytag. Das sieht auch Festspiel-Verwaltungschef Karl Schmidt nicht anders: „Zum gegenwärtigen Zeitpunkt haben wir beim Kartenverkauf eine zufriedenstellende Steigerung gegenüber dem Vorjahr.“

Der Intendant kündigte zudem an, dass der 4,77 Millionen-Etat nicht überschritten werde. Das vollständige Interview mit Holk Freytag lesen Sie in unserer Montagsausgabe.

  Service, zum tage

 montagsinterview

Von Karl Schönholtz

Kommentare