Neues Konzept für Bad Hersfelder Wochenmarkt soll ein geschlosseneres Bild schaffen

Insel mit grünen Rändern

Bad Hersfelds Pressesprecher Meik Ebert und Rudi Dahinten als Leiter des Fachbereichs Ordnungsdienste (rechts) präsentieren die neue Standortregelung für den Wochenmarkt. Die grünen Pins symbolisieren die Stände mit „grünem“ Angebot wie Pflanzen, rote Pins die Verkaufswagen und gelbe die übrigen Lebensmittel-Händler. Foto: Maaz/Stadt

Bad Hersfeld. In der Mitte eine Insel und außen grüne Ränder. So könnte man das neue Erscheinungsbild des Bad Hersfelder Wochenmarkts beschreiben. „Mit dem neuen Konzept wollen wir vor allem in den Wintermonaten ein geschlosseneres Bild schaffen“, erklären Meik Ebert, Pressesprecher der Stadt, und Rudi Dahinten, Leiter des Fachbereichs Ordnungsdienste.

Zudem trägt man dem Umstand Rechnung, dass es statt der offenen Stände immer mehr Verkaufswagen gibt, die bislang aber nicht vor den denkmalgeschützten Häusern stehen sollten. Dieses ungeschriebene Gesetz gilt jetzt nicht mehr. Darüber hinaus sollen auf dem Einkaufsmarkt zukünftig auch verzehrfertige Speisen angeboten werden. „Zum Beispiel könnte der Wursthändler auch belegte Brötchen mit Wurst verkaufen“, erklärt Dahinten. Erste Gespräche diesbezüglich seien positiv verlaufen, zumindest Interesse sei da.

Aufrücken möglich

Der Kern des Marktes soll sich in der Mitte des Linggplatzes befinden, als „Insel“, die immer besetzt ist. Diese Plätze sind deshalb an die Händler vergeben worden, die aufgrund ihres saisonunabhängigen Warenangebots das ganze Jahr über auf dem Bad Hersfelder Wochenmarkt vertreten sind. Wenn im Winter weniger Stände da sind, können die sonst allein stehenden vom Rand aufrücken.

Mit den sogenannten grünen Rändern hat die Stadt eine Anregung aus dem Marktkonzept aufgegriffen, das der Stadtmarketingverein 2012 erstellen ließ. Mit Pflanzen- oder Gemüseständen am Rand soll Frische symbolisiert werden.

Das Warenangebot auf dem Wochenmarkt mit circa 30 Ständen – davon ein Drittel Verkaufswagen – bleibt unverändert, für fast alle Händler bedeutet das neue Konzept aber einen Standortwechsel. Und das scheint nicht allen zu gefallen. „Viele Händler sind sehr standortempfindlich“, so Rudi Dahinten, der jedoch zuversichtlich ist, dass jeder Kunde „seinen“ Stand wiederfindet. Die Händler seien frühzeitig informiert worden.

An den Markttagen und den Öffnungszeiten ändert sich ebenfalls nichts. Der Wochenmarkt findet weiterhin dienstags und freitags von 7 bis 13.30 Uhr statt. „Wir hätten zwar gerne einen Samstagsmarkt, um weitere Kunden anzusprechen, aber viele Händler sind samstags schon anderswo“, sagt Ebert. Davon abgesehen, kollidiere der Markt dann mit anderen Samstagsveranstaltungen auf dem Linggplatz.

In Stein gemeißelt ist das neue Konzept indes nicht. „Wir müssen testen, was geht und was nicht“, so Dahinten. Wenn es nicht funktioniert, müssen wir neu überlegen.“ Eventuell wird es auch mit Blick auf die Außengastronomie noch eine Veränderung geben. „Die Stadt kann Rahmenbedingungen setzen, die Ärmel hochkrempeln müssen andere“, ergänzt Ebert. Interessierte neue Händler könnten sich bei Marktmeisterin Bettina Steinert-Bechtel unter Telefon 06621/201264 melden.

Von Nadine Maaz

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