Kreishandwerksmeister wiedergewählt – Klagen über immer neue Auflagen

Innungen bestätigen Stöcker

Auf gutem Kurs: Der neu gewählte Vorstand und die Geschäftsführung der Kreishandwerkerschaft Hersfeld-Rotenburg (von links) Hubert Lorenz (Geschäftsführer), Kurt Modenbach (stellvertretender Kreishandwerksmeister), Stefan Sauer (Beisitzer), Heinz Müller (Beisitzer), Hans-Jürgen Eichenauer (Beisitzer), Klaus Stöcker (Kreishandwerksmeister), Ralf Stuckardt (Beisitzer), Dirk Bohn (Hauptgeschäftsführer). Foto: nh

Hersfeld-rotenburg. Klaus Stöcker bleibt Kreishandwerksmeister. Dies bestätigten die Obermeister der Innungen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg bei den turnusmäßigen Neuwahlen. Auch Kurt Modenbach behält sein Amt für drei weitere Jahre als Stöckers Stellvertreter.

Zu Beisitzern wurden Hans-Jürgen-Eichenauer, Heinz Müller und Ralf Stuckardt gewählt. Neu dabei ist Stefan Sauer aus Nentershausen, er löst Harald Jäger ab, der aus Altersgründen nicht mehr zur Wahl stand.

Bei ihrer Versammlung tauschten sich die Obermeister über Fachkräftemangel, die Meisterpflicht und die zunehmende Bürokratisierung durch immer neue Auflagen und Regelungen aus.

„Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz, Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz, Deklarationsvorschriften, sind nur einige Beispiele von Regelungen und Vorschriften, die Änderungen erfahren haben, die für den Handwerksbetrieb viel mehr Aufwand und Kosten bedeuten“, bemängelte Kreishandwerksmeister Klaus Stöcker. Eine spürbare Entlastung hätte beispielsweise, durch die Rücknahme der Vorfälligkeit der Sozialversicherungsbeiträge erfolgen können. Stattdessen, so Stöcker, habe die Politik aber lieber die Rente mit 63 auf Kosten der Betriebe und Beitragszahler eingeführt.

Berufsorientierung wichtig

Dennoch sieht sich die Kreishandwerkerschaft Hersfeld-Rotenburg mit den angeschlossenen Bildungseinrichtungen auf gutem Kurs. „Wir haben in den letzten Jahren verstärkt Schüler und Jugendliche über Handwerksberufe informiert und die Möglichkeit gegeben, diese im Rahmen der Berufsorientierung zu erkunden. Tage der offenen Tür, Beratungsangebote zur Vermittlung, Teilnahme an Messen und Schulveranstaltungen sowie Werbung in öffentlichen Medien haben dazu geführt, dass die Ausbildungszahlen nahezu gleich geblieben sind.“, berichtete Hauptgeschäftsführer Dirk Bohn.

Gleichzeitig möchte die Kreishandwerkerschaft die Innungsaktivitäten in den nächsten Jahren wieder verstärkt vorantreiben. „Die Mitgliedsbetriebe möchten einen Nutzen durch ihre Mitgliedschaft bei den Innungen bewusst erfahren, deshalb wollen wir die Zusammengehörigkeit stärken und Veranstaltungen attraktiver gestalten“, so Bohn abschließend. (red/ks)

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