Bürger in Sorge über Pläne von Hessen mobil für Schallwände entlang der A4 und B62

Initiative für besseren Lärmschutz

Bad Hersfeld. Seit zwei Wochen gibt es in Bad Hersfeld eine neue Bürgerinitiative (BI), die sich für besseren Lärmschutz an der A4 einsetzt. Hintergrund ist die Sorge vieler Einwohner, hinsichtlich der Lärmentwicklung an der A4 und B62 in Bad Hersfeld und der geplanten Lärmschutzmaßnahmen von Hessen Mobil. „Die große Mehrheit der Bürger mit denen wir im Gespräch sind, fühlt sich in dieser für unsere Stadt bedeutenden Entwicklung nicht ausreichend informiert und vertreten“, meint Bernd Raacke von der Bürgerinitiative.

So seien die Einspruchsmöglichkeiten und Infos lediglich in den amtlichen Bekanntmachungen unserer Zeitung veröffentlicht worden. Die Informationsveranstaltung von Hessen Mobil sei dementsprechend schlecht besucht gewesen, schreibt Raacke in einer Pressemitteilung. Zudem kritisiert er, dass in der HZ-Berichterstattung nicht deutlich genug geworden sei, dass nur eine einseitige Lärmschutzwand geplant ist.

„Der Bezirksbeauftragte von Hessen Mobil war auf Anfrage zunächst selbst nicht auf dem neuesten Stand. Die Stadtverwaltung und die Parteien reagierten nicht öffentlich auf die Planungen“, schreibt Raacke.

Die Tatsache, dass in nur knapp einer Woche und in den Herbstferien etwa 170 Einsprüche gegen die Lärmschutzpläne allein über die Bürgerinitiative eingelegt wurden, zeige die große Sorge und die weit verbreitete Betroffenheit über die bereits bestehende und zukünftige Lärmsituation in der Stadt. Bewohner der anderen Hanglagen der Stadt, wie etwa am Wehneberg, würden jetzt beginnen sich vermehrt zu informieren und Einspruch einzulegen.

Die Bürgerinitiative fordert deshalb eine bessere Informations- und Beteiligungspolitik und hofft auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Gremien. (red/kai)

Kontakt zur BI unter: BI-A4-Laermschutz@arcor.de

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