Fachrichtung Elektrotechnik im Aufbau: Regionalausschuss bittet die heimische Wirtschaft um Unterstützung

Ingenieur-Studium im Schilde-Park?

Bad Hersfeld. Im Rahmen der Kampagne „Duales Studium Hessen“ und in Zusammenarbeit mit der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) mit Sitz in Gießen soll ab diesem Wintersemester nun auch der Studiengang Maschinenbau, später zusätzlich das Ingenieurstudium der Elektrotechnik in Bad Hersfeld etabliert werden. Das erklärt der Unternehmer Heinrich Leist als Vorsitzender des Regionalausschusses der Industrie- und Handelskammer Kassel. Mit dem neuen Campus im Schilde-Park, wo es bereits ein Fachhochschulangebot im Bereich Logistik gibt, stehe ein hochattraktiver Studienort zur Verfügung.

Duale Studiengänge verknüpfen ein Hochschulstudium mit einer betrieblichen Ausbildung. Studierende erhalten schon während des Studiums praktische Einblicke in das Berufsleben. „Gerade in strukturschwachen Regionen sind duale Studiengänge eine gute Möglichkeit, um Fachkräfte in der Region zu halten“, erklärt Bad Hersfelds Erster Stadtrat Dr. Rolf Göbel das Engagement auch der Kreisstadt.

Der Nutzen für die Unternehmen sei groß und die Kosten überschaubar, so Heinrich Leist. Die Firmen Leist Oberflächentechnik aus Kathus, Grenzebach Maschinenbau aus Bad Hersfeld und auch b+m surface systems aus Eiterfeld hätten das erkannt und unterstützen das Projekt bereits mit mindestens einem Studenten. So binden sie frühzeitig hochqualifizierten Nachwuchs mit Führungspotenzial ans Unternehmen.

Voraussetzung, um den Studiengang im Herbst zu starten, ist die Mindestzahl von 15 Studierenden und sie begleitende Partnerunternehmen, die einen Studienplatz zur Verfügung stellen. Es sollen bereits gut ein Dutzend konkret interessierte Bewerber bereit stehen.

„Wir bitten alle Unternehmen in unserer Region, im eigenen Interesse und auch im Interesse junger Menschen, die in unserer Region bleiben wollen, um Unterstützung“, appelliert Leist. Die Region Hersfeld-Rotenburg sei im Besonderen vom demografischen Wandel betroffen. Für heimische Unternehmen werde es immer schwieriger geeigneten Nachwuchs zu finden. Der Fachkräftemangel sei eine der größten Herausforderungen der kommenden Jahre und entscheidend für die Innovationsfähigkeit der Unternehmen. Vor allem in den Ingenieurwissenschaften mache dieser sich besonders stark bemerkbar. (red)

Kontakt: Ansprechpartner bei der Industrie- und Handelskammer Kassel im Servicezentrum Hersfeld-Rotenburg: Tobias Binder; Tel.: 06621 944-132 oder binder@kassel.ihk.de

Kommentare