Pilot-Projekt der gemeinsamen Arbeitsagentur

„Inga“ schafft neue Jobs in Bad Hersfeld

+
Agenturchef Waldemar Dombrowski (links) und Bundestagsabgeordneter Michael Roth. Foto: nh

BAD HERSFELD. Trotz der Verlegung des Verwaltungssitzes der Arbeitsagentur von Bad Hersfeld nach Fulda, erhält die Festspielstadt neue Aufgaben. In Bad Hersfeld soll jetzt das Projekt „Inga“ starten, ein ganzheitlicher Integrationsansatz für Bewerber mit so genannten Vermittlungshemmnissen. Das erklärte der neue Leiter der Arbeitsagentur Bad Hersfeld/Fulda, Waldemar Dombrowski, bei einem Besuch des SPD-Bundestagsabgeordneten Michael Roth.

„Das bedeutet für den Standort Bad Hersfeld sogar noch die konkrete Schaffung neuer Stellen“, freute sich der neue Agenturchef. Dombrowski legt zudem Wert darauf, dass sich künftig beide Landkreise auf Augenhöhe begegnen, obwohl der Verwaltungssitz ab 1. Oktober in Fulda sei. Dombrowski hat deshalb auch zwei Büros. „Für meine neue Aufgabe muss ich sowohl in Bad Hersfeld als auch in Fulda präsent sein“, erklärte er.

Zugleich dankte Dombrowski Roth für dessen Einsatz bei der Gebietsreform der Arbeitsagentur. Seine „kritische Begleitung“ habe dazu beigetragen, dass in einigen Bereichen der Standort Bad Hersfeld sogar noch gestärkt werden konnte. Derzeit seien bis auf den minimalen Wegfall von Führungsstrukturen keine weiteren Einschränkungen geplant.

Roth erneuerte seine Bedenken beim Verlust des Verwaltungssitzes in Bad Hersfeld. In den vergangenen Jahren hätten sich bereits eine Reihe von Behörden aus Waldhessen zurückgezogen. „Wenn der Verwaltungssitz einmal weg ist, dann besteht stärker die Gefahr, dass eine weitere Reduzierung vor der Tür stehen könnte“, befürchtet Roth. Er sicherte Dombrowski bei seiner schwierigen Aufgabe auch künftig seine volle Unterstützung zu.

Aktuell seien die Signale bei der Beschäftigungssituation uneinheitlich, berichtete Dombrowski. Zwar würde bei einigen Unternehmen die Auftragslage schwieriger, gleichzeitig entwickle sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt insgesamt erfreulich. (red/kai)

Kommentare