Verdi-Vertrauensleute besuchen Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in Bad Hersfeld

Informiert im Tarifkonflikt

Durch Flyer und Give-Aways unterstützt, informierten die ver.di-Vertrauensleute des Landratsamtes Hersfeld ihre Kolleginnen und Kollegen in Hersfeld unter dem Motto „Wir sind es wert!“. Foto: privat

Bad Hersfeld. Über die Tarifrunde des öffentlichen Dienstes informierten jetzt die Vertrauensleute der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi die Aktiven beim Klinikum Bad Hersfeld, bei den Stadtwerken und beim Landratsamt Hersfeld-Rotenburg.

„Viel gab es leider nicht zu berichten,“ bedauert Gewerkschaftssekretärin Daniela Suttner in einer Pressemitteilung. Die Arbeitgeber seien zur ersten Verhandlung vergangene Woche mit leeren Taschen erschienen, obwohl die Gewerkschaftsforderung seit acht Wochen bekannt gewesen sei.

Daniela Suttner empfindet das Verhalten der Arbeitgeber als Abwertung der Dienstleistungen der eigenen Beschäftigten. „Immer heißt es, es sei kein Geld da. Das glaubt bald niemand mehr, denn wenn Banken Billig-Kredite benötigen oder ein Ehrensold zu zahlen ist, wird das Steuersäckchen schnell geöffnet! Aber wenn es um Krankenhausbeschäftigte, Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter, Straßenreiniger, Bauhofmitarbeiter, Erzieherinnen, Pädagogen oder Kolleginnen und Kollegen aus der Ver- und Entsorgung geht, ist nichts da?“, wettert sie.

Beschäftigte in den Krankenhäusern litten bundesweit bereits seit langem unter schwierigen Arbeitsbedingungen. Überstunden, Unterbrechung von freien Tagen und eine enge Personaldecke seien der Alltag der engagierten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, machte Verdi-Gewerkschaftssekretärin Kerstin Hinkelthein deutlich. Ohne eine hohe Bereitschaft und Identifizierung mit dem Beruf wäre es längst zum Zusammenbruch der Krankenhausversorgung gekommen.

Sie fordert eine Aufwertung dieser Berufe, denn längst sei es schwierig, ausreichend geeignete junge Menschen für die Ausbildung zu finden.

Einen deutlichen Nachholbedarf sieht Gewerkschaftssekretär Berthold Leinweber auch bei den Beschäftigten der Energiebranche. Darin war er sich mit den Beschäftigten der Stadtwerke einig.

Verdi fordert in der aktuellen Tarifrunde eine Erhöhung von 6,5 Prozent. (red/zac)

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