Firma Wever und das Werra-Kalibergbau-Museum sind beim „Blauen Sonntag“ dabei

Industriekultur entdecken

Vom Monte Kali aus bietet sich eine beeindruckende Aussicht. Eine Sonnenuntergangsführung wird im Rahmen des „Blauen Sonntags“ am 16. August angeboten. Foto: Achriv/HZ

Bad Hersfeld/Heringen. Unter dem Titel „Blauer Sonntag – Tage der Industriekultur“ können im August auch wieder zwei Betriebe im Kreis Hersfeld-Rotenburg besichtigt werden.

Das Firmengelände Wever an der Bahnhofstraße 10 in Bad Hersfeld, steht am Sonntag, 18. August, von 10.30 bis 18 Uhr im Rahmen eines Tags der offenen Tür im Mittelpunkt. Um 11 Uhr, 14 Uhr, 15 Uhr und 16 Uhr werden außerdem Führungen durch die Fabrikationsgebäude angeboten. Zum Verweilen lädt ein Biergarten mit Getränken und Grillspezialitäten ein. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, kann ab dem Bahnhof Bad Hersfeld mit den Linien R 5, R 7 oder dem Bus 300 weiterfahren.

Auf den Monte Kali

„Land der weißen Berge“ lautet das Motto, unter dem das Werra-Kalibergbau-Museum in Heringen bei den Tagen der Industriekultur dabei ist. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts wird Kali aus Heringen als Düngemittel für landwirtschaftliche Flächen überall auf der Welt verwendet. Seitdem die Salze mit einem elektrostatischen Verfahren in Wert- und Reststoffe getrennt werden, sind weithin sichtbare Abraumhalden entstanden. Bis heute handelt es sich um eines der weltweit wichtigsten Kali-Reviere. Das Werra-Kalibergbau-Museum ermöglicht mit vielen originalen Maschinen, Geräten, Modellen und Computeranimationen eine Zeitreise durch über 100 Jahre Kalibergbau.

Am Freitag, 16. August, wird um 18.30 Uhr eine Sonnenuntergangsführung auf den Monte Kali angeboten. Gemeinsam mit einem Haldenführer wird der Monte Kali (100 Höhenmeter) erklommen. Beim Rundgang über das 18 Hektar große Haldenplateau erwartet die Besucher bei entsprechendem Wetter ein wunderbarer Rundblick und ein traumhafter Sonnenuntergang. Die Teilnehmer erhalten die Bergtaufe und werden zum Salzfürsten oder zur Salzfürstin ernannt. Maximal 100 Personen können an der Wanderung teilnehmen. Anmeldungen sind erforderlich bei Kornelia Kipke, kornelia.kipke@heringen.de, Telefon 06624/919413, Fax 06624/ 919414. Treffpunkt ist der Hexentanzplatz am Monte Kali (Wegbeschreibung unter www.kalimuseum.de/Anreise in Eigenregie). Eine Busrundfahrt durch das Werra-Kali-Revier wird am Sonntag, 18. August, 13.45 Uhr angeboten. Auf der circa vierstündigen Busexkursion auf Kalispuren durch das Revier erhalten die Teilnehmer vom ehemaligen Grubendirektor Norbert Deisenroth ausführliche Informationen über die Kaligeschichte im Werratal.

Die Tour startet am Werra-Kalibergbau-Museum und führt vorbei am Müllheizkraftwerk der Firma E.ON Energy from Waste, am Kaliwerk Wintershall, der Kieserithalde, dem Haldenband, den Arbeitersiedlungen, den ehemaligen Schächten Dankmarshausen, Alexandershall, Abteroda, Springen und Dorndorf, dem Basaltkegel des Öchsen in Sünna, den Werken Unterbreizbach und Hattorf, den Laufwasser Kraftwerken in Harnrode und Lengers, der Zentralwerkstatt und dem Schacht Heringen. An dieser Tour können maximal 50 Personen teilnehmen. Kosten: zehn Euro für Erwachsene und fünf Euro für Kinder. Anmeldungen nimmt ebenfalls Kornelia Kipke entgegen (siehe oben). Die Anreise ist nur mit dem Auto möglich.

Im Fokus des fünften Blauen Sonntags der Industriekultur, zu dem das Netzwerk Industriekultur Nordhessen am 16. und 18. August einlädt, stehen der Faktor Mensch und seine Arbeitswelten. Der Blaue Sonntag verbindet kleine und große, traditionelle und aktuelle Standorte der industriellen Entwicklung.

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