Schülergruppe der Modellschule Obersberg erarbeitet umfassendes Marketingkonzept

Impulse für das „wortreich“

Die Schüler der MSO mit Lehrer Werner Herbert (links) präsentierten „wortreich“-Geschäftsführer Christian Mayer (rechts) und Annette Hannappel (Dritte von links) ihr Betriebslehre-Projekt. Foto: Spanel

Bad Hersfeld. Vier Monate lang hatte sich die Schülergruppe des Betriebslehrekurses der Modellschule Obersberg akribisch auf diese Präsentation vorbereitet. Mit der Unterstützung ihres Lehrers Werner Herbert hatten sie sich vorgenommen, „wortreich“-Geschäftsführer Christian Mayer und Mitarbeiterin Annette Hannappel neue Marketingkonzepte zur Verbesserung des angeschlagenen Mitmach-Museums vorzulegen.

Unverfälschter Blick

„Die Schüler haben eine tolle Arbeit geleistet. Über die Theorie hinaus hatten sie die Möglichkeit, einen lebendigen Einblick in den Bereich Marketing zu bekommen“, lobte Werner Herbert. Aber auch die „wortreich“-Seite sah in dem Projekt der Abiturienten eine große Chance. „Die Jugendlichen sind nicht nur unsere Hauptzielgruppe, sondern haben auch einen unverfälschten Blick auf die Dinge“, war sich Annette Hannappel sicher.

Die Schüler hatten sich in drei Projektgruppen aufgeteilt, um je eine Marketingkomponente des „wortreich“ zu analysieren. Iris Füllenbach, Marleen Müller und Matthias Probst nahmen die bisherige Öffentlichkeitsarbeit des Mitmachmuseums unter die Lupe. Zu diesem Zweck hatten sie Fragebögen erstellt und in zwei Umfragen in Bad Hersfeld und Kassel insgesamt 130 Menschen zum „wortreich“ befragt.

Ihr Ergebnis ließ aufhorchen: Außerhalb Hersfelds ist das „wortreich“ kaum bekannt. In Kassel gaben sogar 91 Prozent der Befragten an, noch nie etwas von dem Museum gehört zu haben. Zudem erfahren die potenziellen Besucher hauptsächlich über die Presse und Bekannte von den Ausstellungen; die Sparten Internet oder Radio werden so gut wie gar nicht bedient. „Das sollte dringend geändert werden. Vielleicht sollte man auch darüber nachden- ken, das „wortreich“ in einen Museumsführer aufnehmen zu lassen“, schlug Iris Füllenbach vor.

Eine ähnliche Situation stelle sich auch für die angebotenen Workshops dar. „Die Teilnehmer äußern sich durchweg positiv“, war der Grundtenor der Präsentation von Dorotheé Auracher und Julia Metz. Nur wisse leider kaum jemand von den tollen Angeboten. Auch auf Nachfrage hätten Lehrer, die mit ihren Schulklassen das „wortreich“ besuchen wollten, keine Hinweise auf die Workshops erhalten. „In Zukunft sollten auch gezielt Grundschulklassen angesprochen werden“, sagt Dorotheé Auracher. „Das Interesse ist doch da“.

Imagefilm

Auch ein professionell produzierter Imagefilm könnte helfen, Besucher anzulocken, wie Sophie Wörl und Luisa Neisner herausstellten. „Das ist ein Projekt, das wir aus gegebenen Gründen etwas verschieben müssen“, schränkte Christian Mayer ein. „Generell habt ihr uns mit eurer Präsentation aber die Augen geöffnet.“ Er versprach, die Anregungen in die künftige Planung mit einzubeziehen.

Von Emily Spanel

Kommentare