Trend: Nord-Süd-Gefälle und stagnierende Preise

Immobilienmarkt legte 2012 zu

Hersfeld-rotenburg. Der hessische Immobilienmarkt hat sich im vergangenen Jahr weiter belebt: Die Zahl der Kaufverträge kletterte um 5,5 Prozent auf rund 66 000, und dabei legten auch die Preise zu. Dies ergab die jetzt vorgelegte Trendmeldung der Zentralen Geschäftsstelle der Gutachterausschüsse für Immobilienwerte des Landes Hessen (ZGGH).

Danach stiegen die Preise gebrauchter Einfamilienhäuser, Doppelhaushälften und Reihenhäuser seit 2008 jährlich um rund zwei Prozent, die von Neubauwohnungen sogar um vier Prozent. Die Preise für Baugrundstücke stagnierten.

Die Entwicklung verlief jedoch regional sehr unterschiedlich: Kostete ein Quadratmeter Wohnbaufläche im vergangenen Jahr in Nordhessen – hierzu zählen unter anderen die Landkreise Hersfeld-Rotenburg, Schwalm-Eder, Werra-Meißner und Fulda – im Schnitt 80 Euro, mussten die Käufer in Südhessen 265 Euro zahlen.

Gebrauchtes teurer

Gebrauchte Einfamilienhäuser waren im Süden mit durchschnittlich 278 000 Euro fast doppelt so teuer wie im Norden (144 000 Euro). Weniger ausgeprägt war das Gefälle bei Neubauwohnungen, die im Süden durchschnittlich 2950 und im Norden 2330 Euro pro Quadratmeter kosteten.

Der vollständige Immobilienmarktbericht des Landes Hessen wird voraussichtlich im Mai vorgelegt. (red/ks)

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