Randgemeinden des Kreises eher unbeliebt – Preise stabilisiert

Immobilien im Zentrum sind gefragt

Hersfeld-Rotenburg. Die Immobiliensuchenden im Kreis scheint es vor allem in die Zentren zu ziehen – insbesondere in Bad Hersfelds Mitte –, während die kleineren Randgemeinden eher unbeliebt oder zweite Wahl sind.

Das beobachten sowohl Oliver Woschek, Leiter der VR-Immobilienabteilung, als auch Helmut Möller, Leiter des Immobilien-Centers der Sparkasse. Für die Kerngebiete übersteige die Nachfrage laut Möller generell das Angebot. Auch Woschek stellt fest, dass bei der Suche nach einer Immobilie zum Kauf erstmal die Kernstadt gefragt ist, die Gemeinden könnten später mit günstigeren Preisen punkten oder wenn im Zentrum kein passendes Objekt angeboten wird.

Volker Bick, für die Sparkassen-Immobilien in Rotenburg zuständig, hat für seinen Bereich dasselbe festgestellt: „Die Nachfrage in Rotenburg, Obersuhl, Alheim und Bebra ist ok, es gibt allerdings nicht besonders viele Angebote, in der Peripherie ist die Nachfrage so gut wie null.“ In Rotenburg und Bebra würden vor allem Wohnungen nachgefragt, ansonsten das kleine Einfamilienhaus. Das freistehende Einfamilienhaus mit kleinem Garten nennen auch Woschek und Möller als typisches Wunschobjekt.

Insgesamt habe sich der Immobilienmarkt zuletzt stabilisiert. „Sachwerte sind im Kommen und das Zinsniveau ist niedrig“, sagt Möller. Immobilien zur Vermietung als Kapitalanlage sind deshalb ebenfalls ein Thema. Von einem Boom will Oliver Woschek nicht sprechen, aber von „mehr Schwung“.

Nach VR-Zahlen habe es für Einfamilienhäuser im Kreis von 2010 auf 2011 eine Preissteigerung von 7,25 Prozent gegeben, der Durchschnittspreis liege bei 90 379,52 Euro. „Ab 250 000 Euro wird der Markt dünn“, sagt Helmut Möller. Der Vermarktungszeitraum eines Objekts sei laut VR-Statistik seit 2009 von 6,5 auf 3,4 Monate gesunken, sechs Monate nennt die Sparkasse als Regelzeitraum. Zum tage, Seite 2

Von Nadine Maaz

Kommentare