Neuer Fahrplan: Einschränkungen in Bebra und Bad Hersfeld

Immer weniger Züge im Fernverkehr

Bebra/Bad Hersfeld. Der neue Fahrplan der Deutschen Bahn ab 12. Dezember bringt für die Region weitere Verschlechterungen: Es halten immer weniger Züge im Fernverkehr in Bebra und Bad Hersfeld. „Es gibt auf jeden Fall keine Verbesserungen für die Region“, sagte Thomas Mühlhausen von der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Ortsgruppe Bebra, mit Blick auf den Fernverkehr. Der neue Fahrplan soll ab Dienstag im Internet auf www.bahn.de verfügbar sein.

Die Deutsche Bahn AG ziehe sich auf der Mitte-Deutschland-Verbindung vom Ruhrgebiet durch Nordhessen nach Mitteldeutschland immer stärker zurück, kritisiert Mühlhausen. So fallen die für Urlauber interessanten Verbindungen ab Bebra nach Berlin und an die Ostsee bis auf eine weg, die künftig in Bad Hersfeld Halt macht.

Bis auf wenige Ausnahmen wird Bad Hersfeld seine ICE-Verbindungen verlieren. Lokbespannte Intercitys übernehmen nun diese Aufgabe auf der Linie zwischen Frankfurt und Dresden. Grund ist laut Mühlhausen der Austausch der Achsen an den Neigetechnik-ICE. Ein Bahnsprecher hatte im Juli versichert, es handle sich nur um eine vorübergehende Maßnahme. Eine dauerhafte Herabstufung Bad Hersfelds sei nicht vorgesehen.

Wichtig für Pendler Richtung Frankfurt: Der ICE montags bis freitags 7.20 Uhr ab Bad Hersfeld nach Rhein-Main hält ab dem Fahrplanwechsel nicht mehr in Bad Hersfeld.

Auf der Ost-West-Verbindung zum Beispiel bleiben in Bebra mit dem Fahrplanwechsel nur noch vier tägliche Verbindungen bestehen: Nach Düsseldorf mit dem Intercity (ab 8.22 Uhr) und nach Dresden mit dem ICE (ab 9.35 Uhr). Nachmittags geht es ab 16.23 Uhr nach Düsseldorf und ab 17.35 Uhr nach Dresden. Werktags gibt es einen weiteren Zug von Dresden nach Düsseldorf, der um 14.23 Uhr in Bebra abfährt. Weitere Verbindungen gibt es an einzelnen Tagen, meist freitags und sonntags.

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

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