Mitglieder des Kunstvereins Bad Hersfeld stellen ihre Arbeiten in der Galerie im Stift aus

Immer unterwegs

Mit Liedern von der Suche nach sich selbst und nach dem Glauben bereicherte Sabine Kampmann (vorne) die Ausstellungseröffnung. Rechts neben ihr die Vorsitzende des Kunstvereins, Maria Wieczorek, und Stadträtin Birgit zum Winkel. Fotos: Zacharias

Bad Hersfeld. Unterwegs, sind die Mitglieder des Kunstvereins Bad Hersfeld. Unter diesem Motto steht die gemeinsame Ausstellung in der Galerie im Stift im Museum in Bad Hersfeld, an der sich 44 Künstlerinnen und Künstler aus der Region beteiligt haben. Unterwegs sind sie in ganz vielfältiger Weise: Auf Reisen in fernen Ländern oder in der heimischen Natur, auf der Suche nach innerer und äußerer Heimat, nach einem künstlerischen Weg oder nach religiösen Antworten, auf der Flucht vor Krieg und Verfolgung, unterwegs zwischen den Dimensionen oder zwischen den Zeiten oder zu politischen Zielen.

„Unterwegs“ sei ihr Lieblingsthema, bekannte Maria Wieczorek, die Vorsitzende des Kunstvereins. Sie sei eigentlich immer unterwegs und werde das wohl auch bleiben, bis sie unter der Erde lande.

Vielen ihrer Künstlerkolleginnen und -kollegen geht das nicht anders. Und so präsentiert sich die Mitgliederausstellung des Kunstvereins mit einer großen Vielfalt an Interpretationen, Darstellungsformen und Themen, die ein zweites oder drittes Hinsehen lohnen. Denn in der Fülle der Arbeiten bleibt mitunter das Kleine, Feine, Filigrane ein wenig im Hintergrund.

Erstaunt über die Vielzahl der Talente in der Region zeigte sich Stadträtin Birgit zum Winkel, die die Ausstellung im Namen der städtischen Gremien eröffnete. Sie freute sich über das große Interesse an der Ausstellung und forderte die Besucher auf, die Künstler durch den Kauf ihrer Werke zu unterstützen und ihnen so Wertschätzung zu erweisen.

Suche nach Räumen

Immer unterwegs ist auch der Kunstverein selbst und das durchaus nicht nur freiwillig. Die ständige Suche nach Ausstellungs- und Arbeitsräumen thematisieren Gerhard Zinn, Magdalena Gremm und Hildegund Bode in ihren Installationen. Ein dauerhaftes Domizil hat der Kunstverein zwar im Haus der Vereine gefunden, wo auch die Kinderakademie die Möglichkeit für Kurse bietet, doch die Hoffnung auf ständige Ausstellungsmöglichkeiten und ein offenes Atelier, zum Beispiel in der Schildehalle, hat sich immer wieder zerschlagen. Zuletzt hatte die Stadt dem Kunstverein die ehemalige Garderobe, den Raum vor den Toiletten im Keller angeboten, der jedoch ausschließlich im Umfeld von Veranstaltungen genutzt werden kann.

So ist also der Verein weiterhin auf der Suche nach bezahlbaren Räumen, in denen die Künstler arbeiten und ihre Arbeiten auch zeigen können.

Musikalische Akzente bei der Eröffnung setzten Sabine Kampmann und Christoph Kriefall.

In der Galerie im Stift sind die Gemälde, Skulpturen, Grafiken, Fotografien und Installationen der Mitglieder des Kunstvereins im Erdgeschoss und im dritten Obergeschoss noch bis 10. Februar zu sehen. Geöffnet ist die Galerie von Dienstag bis Samstag jeweils von 10 bis 12 und von 15 bis 17 Uhr, sonntags von 11 bis 17 Uhr.

Von Christine Zacharias

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