Drängeln, tanzen, lachen – Ansturm auf Gaststätten bei Hersfelder Kneipentour

Immer auf Tuchfühlung

Bad Hersfeld. Drei Dutzend Helfer waren nötig, um die Besucher der Kneipentour am Eingang der zehn Gaststätten abzufertigen. Obwohl sich insgesamt 2500 Besucher grüppchenweise in die Kneipen hinein und kollektiv Richtung Bar oder Band schoben, behielten die Frauen und Männer standhaft ihr strahlendes Lächeln bei, wenn ihnen die singenden, wippenden und wegen der Enge keuchenden Gäste ihre Arme samt Bändchen vor der Nase umherschwenkten.

Lachende Männer drückten sich um Stehtische, während Frauen sogar Treppen erklimmten, um eine bessere Sicht auf die Musiker zu haben. Unbekannte grinsten einander über die Köpfe der anderen zu und wippten weiter im Takt. Und ob nun groovige Gitarristen mit Pomadenfrisur oder Rocker in Jeans – sie alle gingen mit ihren Fans auf Tuchfühlung, als sich die Masse immer weiter in ihre Richtung schiebt. Und genossen es.

Über alle Maßen zufrieden mit dem Besuch in den Gaststätten war Veranstalter Jürgen Harth samt Radeberger Gruppe. Die Leute stürmten in die Kneipen der Bad Hersfelder Innenstadt wie sonst nur zu Lolls oder Live Jazz. Kritisch bewertete Jürgen Harth die Tatsache, dass sich die Kneipentour und die lange Einkaufsnacht terminlich überschnitten: „Wir haben damit eine Attraktion verschlissen.“ Bekanntlich hatte der Stadtmarketingverein mit Rücksicht auf den gestrigen Palmsonntag den einkaufsfreien Sonntag auf den Samstag gelegt. Im kommenden Jahr soll es wieder anders sein.

Von Judith Strecker und Kurt Hornickel

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