Modellschule Obersberg wird zum 40. Geburtstag als Kompetenzzentrum gewürdigt

Immer offen für Neues

Überzeugte Obersberger sind Maike Simla und Tamara Trapp (Abitur 2012), Malte Martach (Schulsprecher), Markus Pfromm (Abitur 1983), Jörg Nieding (Abitur 1979) und Matthias Laufer-Klitsch (Abitur 1990).

Bad Hersfeld. Viel Leben steckt in dieser Schule, und das seit 40 Jahren. „Viel Leben“ ist der Titel des Kurzfilms der Film-AG der Modellschule Obersberg (MSO), der gestern bei der Feier des 40. Geburtstages Premiere hatte und der eine moderne und menschliche Schule zeigte, in der Struktur und Sachbezogenheit, Offenheit und Orientierung ebenso wichtige Rollen spielen wie die Pausen.

Bei vielen Ehemaligen, inzwischen oft selbst Eltern von Obersbergschülern oder gar schon Absolventen, löste der Film ein wenig Wehmut aus. „Die Frisuren haben sich verändert, aber sonst waren wir auch so drauf“, meinte Jörg Nieding, der im Jahr 1979 an der MSO Abitur gemacht hat und zurzeit Vorsitzender des Elternbeirats ist. Er war einer der Gesprächspartner von HZ-Geschäftsführer Markus Pfromm, ebenfalls ein ehemaliger Obersberger, in einer von zwei Talkrunden während der Veranstaltung. Ebenso wie Matthias Laufer-Klitsch (Abitur 1990), Tamara Trapp und Maike Simla (Abitur 2012) denkt Nieding gerne an seine Schulzeit auf dem Obersberg zurück. Er ist ist überzeugt davon, dort gut auf das Leben vorbereitet worden zu sein.

„Die Atmosphäre hier ist spitze“, meinte Schulsprecher Malte Martach. Die meisten Jugendlichen fühlten sich wohl an der Schule.

Innovation und Modernität

Doch es ist nicht nur das gute Klima, das die Modellschule auszeichnet. Das machte vor allem Festredner Karl Weber deutlich. Er hat zwanzig Jahre seines Berufslebens an der MSO zugebracht. davon zwölf als Schulleiter. Er schilderte die MSO als Schule, die immer großen Wert auf Weiterentwicklung und Modernität gelegt habe, die als Modellversuch begonnen und sich stetige Innovation auch heute noch auf die Fahnen geschrieben habe.

Weber erinnerte auch an die politischen Kontroversen aus der Gründungszeit, als unter anderem die Sorge um die gymnasiale Bildung groß war. Inzwischen erfreue sich die Modellschule jedoch nicht nur in ihrem klassischen Einzugsgebiet, sondern auch in den Nachbarkreisen großer Wertschätzung als Kompetenzzentrum für gymnasiale und ökonomische Bildung mit einem Kursangebot, das in dieser Breite nur selten zu finden sei, betonte Weber. Vom steten Bemühen um eine gute Zusammenarbeit und einen reibungslosen Übergang zwischen den Zuliefererschulen und der MSO berichtete Lutz Seibel, Leiter der Gesamtschule Niederaula.

Geld in Räume investiert

Dass zu einer erfolgreichen Schule nicht nur Inhalte, sondern auch entsprechende Räume gehören, das machte Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt in einer Talkrunde deutlich. Der Kreis habe seit 2009 rund 75 Millionen Euro in die Schulen investiert, unter anderem in das Audimax und weitere Klassenräume auf dem Schulcampus Obersberg.

Auch im Landesvergleich könne sich die MSO sehen lassen, betonte die Leiterin des Staatlichen Schulamtes, Anita Hofmann. Das werde beim Zentralabitur deutlich.

Lebendig und abwechslungsreich gestaltet wurde die Feier durch den Chor unter Leitung von Ulli Meiß, einen Grundkurs von Christina Höscher, der die vier Elemente darstellte, den Chor der Partnerschule aus Dzialdowo, das Gymnasiale Blas-Orchester unter Helgo Hahn und natürlich den neuen MSO-Film.

Von Christine Zacharias

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