Seit 50 Jahren sorgt Optiker Heiner für die ideale Brille für die Augen seiner Kunden

Immer nach vorne blicken

Claus Heiner begann seine berufliche Tätigkeit 1965 in einem kleinen Laden in der Weinstraße. Auf unserem Foto rechts neben Mattheus mit der Brille über dem Schaufenster. Fotos: privat

Bad Hersfeld. „Das Geschick, mit Glas umzugehen, braucht man auch heute noch,“ sagt Peter Heiner. Schließlich sei der Optiker nach wie vor ein Handwerksberuf, auch wenn moderne Technik das exakte Anpassen von Brillen erleichtert habe. „Gute Qualität zeichnet sich dadurch aus, dass die Gläser genau vor den Augen zentriert werden, und das im Zehntelmillimeterbereich.“ Diese Qualität, gepaart mit Wissen und Erfahrung, liefert das Fachgeschäft Optik Heiner seit 50 Jahren.

Unter dem Motto „Immer nach vorne schauen“ eröffnete Optikermeister Claus Heiner 1965 einen kleinen Laden in der Bad Hersfelder Weinstraße. 1977 erfolgte der Umzug in das größere Geschäft in der Badestube 8. Eine Filiale eröffnete Heiner 1995 in Niederaula. Sohn Peter trat in die Fußstapfen des Vaters und übernahm 1999 das Unternehmen. Die jüngste Veränderung war der Geschäftsumzug in Niederaula in die Schlitzer Straße 25 vor drei Jahren.

Rasante Veränderungen

Veränderungen gab es aber auch immer im Berufsalltag und dem Verhalten der Kunden. „Früher gingen die Fehlsichtigen zum Augenarzt und kamen mit dem Rezept wieder,“ berichtet Optikermeister Peter Heiner. Heute kommt der Kunde in den Laden ohne den Umweg über den Arzt, wünscht einen Sehtest und dann gleich eine Brille. Dabei werde meist vergessen, dass die Vorsorgeuntersuchung des Organs Auge sehr wichtig ist.

„Wir sehen einen Teil unserer Verantwortung auch darin, den Kunden auf die ärztliche Untersuchung hinzuweisen,“ betont Peter Heiner. Geändert habe sich auch die Bedeutung einer Brille.

Seit es den Kassenzuschuss dafür nicht mehr gibt, sehen die meisten Kunden in einer Brille ein modisches Accessoire, am liebsten von einem namhaften Designer. „Heute ist fast jedes Modelabel bei den Fassungen vertreten,“ sagt Heiner.

Dennoch ist die Qualität der Gläser und eine gute Beratung für ihn und sein Team mit zwei weiteren Meistern und vier Gesellinnen der wichtigste Aspekt des Berufes. Die Zeit dafür nehmen sie sich in den beiden Geschäften gerne. Auch die Aufklärung der Kunden gehört mit zur Beratung: Wie wird sich die Fehlsichtigkeit entwickeln, wie kann man sie am besten ausgleichen? „Den Kunden werden immer alle Unterschiede bei den Gläsern erklärt,“ betont der Optikmeister, „von den günstigsten bis zu Premiumvarianten.“ Die Wahl liegt dann bei ihnen.

50 Jahre im Optikerhandwerk bedeuten auch eine rasante technische Entwicklung, die das heimische Unternehmen mitgegangen ist. Als Claus Heiner vor einem halben Jahrhundert sein Geschäft eröffnete, war etwa an CNC-Maschinen und kameragestützte Zentriersysteme nicht zu denken. „Wir hatten und haben stets das Wohl des Kunden im Auge,“ betont Peter Heiner, „schließlich soll jeder vernünftig sehen können.“ (ley)

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