Zivildienst-Präsidentin besuchte das Klinikum

Immer mehr Zivis verlängern freiwillig

Bad Hersfeld. Die Präsidentin des Bundesamtes für Zivildienst, Helga Roesgen, besuchte gestern Mittag das Bad Hersfelder Klinikum. Mit Vertretern der Belegschaft und diskutierte sie über die Verkürzung des Zivildienstes von neun auf sechs Monate und die Bedeutung der jungen Männer für das Krankenhaus.

25 Zivildienstleistende sind derzeit im Klinikum beschäftigt. Im Jahr 1987 habe man mit nur drei Plätzen begonnen, heute leisten dort im Durchschnitt bis zu 40 junge Männer gleichzeitig ihren Wehrersatzdienst ab.

Verwaltungsleiter Heino Stange unterstrich deren Bedeutung: „Unsere Patienten schätzen den Austausch mit den jungen Leuten sehr. Sie tragen hier damit entscheidend zum Betriebsklima bei und nehmen Druck von den Schultern der Pflegekräfte.“

Soziale Kompetenz wichtig

Dass dem Klinikum wegen der im Juni beschlossene Verkürzung des Zivildienstes ein Mangel an jungen Helfern droht, glaubt Roesgen nicht: „Zwischen 25 und 30 Prozent der jungen Männer verlängern ihren Dienst freiwillig nochmal um sechs Monate.“ Grund dafür seien auch die gestiegenen Ansprüche der Arbeitgeber: „Inzwischen wird gezielt nach den sozialen Kompetenzen gesucht, die der Zivildienst fördert.“ Ein Interview mit Helga Roesgen lesen Sie am Montag in unserer Zeitung.

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