Über 5600 Menschen bekamen 2011 Leistungen der Versicherung

Immer mehr Menschen brauchen Pflege

Hersfeld-Rotenburg. Die Zahl der Menschen, die Leistungen aus der Pflegeversicherungen erhalten, steigt. Über 5600 Menschen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg erhielten im vergangenen Jahr Leistungen zur häuslichen oder stationären Pflege. Das sind mehr als fünf Prozent oder über 300 Menschen mehr als noch zwei Jahre zuvor.

Auffällig ist, dass die Zahl der Menschen in vollstationäre Pflege rasant wächst: Im Jahr 1999 waren es noch 750 Menschen im Kreis Hersfeld-Rotenburg, zehn Jahre später fast 940 und im vergangenen Jahr mit 1130 nochmals fast 200 Menschen mehr.

Für die meisten, etwa 3600 Menschen, wird Pflegegeld gezahlt, sie werden also zu Hause in der Regel von Angehörigen gepflegt. Laut der vom Hessischen Statistischen Landesamt alle zwei Jahre erstellten Pflegestatistik waren das 2011 etwa 250 Pflegefälle mehr als zwei Jahre zuvor. Ambulante Pflege nehmen fast 950 Menschen in Anspruch.

Ein finanzielles Problem ist die Pflege nach Auskunft von Kreispressesprecher Michael Adam in der Regel nicht. Falls die Betroffenen nicht zahlen können, werde der Landkreis als Sozialhilfeträger in Anspruch genommen. Zurzeit gibt es laut Adam 1363 stationäre Pflegeplätze. Mit Fertigstellung des Neubaus am Bebraer Bahnhof erhöhe sich die Zahl auf knapp 1500. Es gebe auch immer einige freie Plätze, der Ausbau regele sich über den Markt.

Mehr als die Hälfte der Menschen, die eine Pflegestufe hatten, bekamen Stufe I. Diese über 3000 leichter Pflegebedürftigen werden zu 75 Prozent in den Familien versorgt.

In der höchsten Pflegestufe III waren im vergangenen Jahr 730 Menschen eingestuft. Auch hier tragen die Angehörigen, meist Frauen, einen großen Anteil der Pflege: Für 280 Betroffene wurde Pflegegeld gezahlt, über 300 genossen vollstationäre Pflege und 140 ambulante. Zum Tage

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

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