Arbeitslosenquote sinkt im Kreis auf 5,3 Prozent

Immer mehr Leute finden eine Arbeit

Hersfeld-Rotenburg. Um 26 Prozent hat sich die Arbeitslosigkeit im Landkreis Hersfeld-Rotenburg im Vergleich zum September 2009 verringert. Das ist, so teilte Matthias Oppel, Leiter der Agentur für Arbeit in Bad Hersfeld, mit, der stärkste Rückgang in ganz Hessen.

Die Arbeitslosenzahlen seien im September nochmals um 168 Personen gesunken, freute sich Oppel, der gestern fast durchweg positive Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt melden konnte. Mit 3265 Arbeitslosen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg ist nun der niedrigste Stand seit 22 Jahren erreicht. Die Arbeitslosenquote ist von 5,6 auf 5,3 Prozent gesunken und liegt, so Oppel, unter den Quoten von Darmstadt oder Gießen. „Wir haben zurzeit in Nordhessen eine Entwicklung, die wir so noch nie hatten“, beschreibt der Agenturleiter einen Aufschwung in der gesamten Region.

520 neue Stellen

Insgesamt wurden der Agentur im Landkreis Hersfeld-Rotenburg im vergangenen Monat knapp 520 neue Stellen gemeldet. Das entspricht einer Zunahme von 35,7 Prozent seit September 2009. Besonders umsatzstark sei dabei der Handel, macht Oppel deutlich. Hier gebe es zurzeit 70 Prozent mehr Stellen als vor einem Jahr. Bedarf an Fachkräften sei aber auch im Gesundheits- und Sozialwesen, in der Logistik sowie im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung.

Was im Moment noch überwiegend positiv klingt, kann jedoch schon bald problematisch werden, macht Oppel deutlich. So gebe es zum Beispiel immer mehr pflegebedürftige Menschen, aber immer weniger Frauen und Männer, die sie pflegen wollen. Hier sieht Oppel auch ein Problem mit der teilweise geringen Entlohnung. Allgemein, so hat er festgestellt, gehe die Tendenz derzeit zu normalen Bezahlungen und nicht zum Niedriglohn.

Ältere sind wieder gefragt

Vom Rückgang der Arbeitslosigkeit profitierten im September sowohl Frauen als auch Männer. Die Zahl der arbeitslosen Frauen ist um 79 auf 1740 gesunken. Die der arbeitslosen Männer um 89 auf 1525. Auch nach Altersgruppen betrachtet gab es keine Verlierer. Sowohl Jüngere unter 25 Jahren als auch Ältere über 50 beendeten ihre Arbeitslosigkeit. „Ich hatte auch keine Probleme, einen 60-jährigen Elektriker und einen 62-jährigen Berufskraftfahrer unterzukriegen“, berichtet Arbeitsvermittlerin Sylke Kleinkauf.

Zum Statistikstichtag waren im Kreis 349 jüngere und 1083 ältere Menschen arbeitslos gemeldet. (zac/red)

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