In der Konrad-Duden-Stadtbibliothek geht der Trend zu elektronischen Medien

Immer mehr E-Books

Elektronik ist im Trend: Sandra Rudolph, die stellvertretende Leiterin der Konrad-Duden-Stadtbibliothek, mit einem E-Book-Reader und dem Hinweis auf die Mobil-Version der Bibliotheks-Website. Foto: Schönholtz

Bad Hersfeld. Mit gut 50 000 Exemplaren liegen die Printmedien in der Konrad-Duden-Stadtbibliothek in Bad Hersfeld noch klar an der Spitze – allerdings nur beim Bestand der insgesamt 64 000 Bücher, Hörbücher, Zeitschriften, Spiele und DVDs.

Wenn es dagegen um die Entleihungen geht, dann hat sich 2012 der unaufhaltsame Trend hin zu den elektronischen Medien fortgesetzt. Das lässt sich aus der Statistik für das vergangene Jahr herauslesen, die die stellvertretende Bibliotheksleiterin Sandra Rudolph jetzt unserer Zeitung vorstellte.

Denn von den rund 214 000 Entleihungen – nicht ganz so viele wie im Vorjahr – entfielen nur 78 500 auf Gedrucktes. 2011 lag diese Zahl noch um 5000 höher. Hier lässt sich also eine deutliche Verschiebung zu neuen Medien feststellen.

„Wir sind schon seit 2008 im E-Book-Bereich präsent, das nimmt immer zu. Auch Hörbücher laufen immer besser,“ sagt Sandra Rudolph. So hat die Onleihe (die Bibliothek virtueller Medien) die Zahl der Ausleihungen auf fast 7000 verdreifachen können.

Mobile Seitenversion

Auf die veränderten Wünsche der Bibliotheksnutzer geht man in Bad Hersfeld auch in der Präsentation ein: Seit Neuestem gibt es die Bibliotheksseite im Internet auch in einer mobilen Version. Weil der Server das Endgerät erkennt, erscheint auf Handys dank einer automatischen Seitenweiche die vereinfachte Darstellung. Über die Adresse bib.bad-hersfeld.de lässt sich nicht nur der Katalog einsehen, sondern auch der Status des gewünschten Mediums feststellen und das eigene Konto managen. Kundennummer und Passwort genügen.

Mit solchen Hilfsmitteln wirbt die Bibliothek um ihre Nutzer, deren Zahl im vergangenen Jahr leicht rückläufig war. 3772 aktive Entleiher wurden registriert, rund 150 weniger als im Jahr zuvor. Gestiegen ist jedoch die Zahl der Neuanmeldungen, die bei 884 lag.

Während bei den Erwachsenen Belletristik von Isabel Allende oder Henning Mankell besonders hoch im Kurs stand, bevorzugen die jüngeren Bibliotheksbesucher nach wie vor Fantasy und Abenteuer.

Antolin kommt gut an

Sehr gut angenommen wird laut Sandra Rudolph auch das Leseförderungsprogramm „Antolin“. Über die Website www.antolin.de werden junge Leser der Klassenstufen 1 bis 10 zum Ausleihen bestimmter Buchtitel animiert, um dann am Computer bei Fragespielen um Punkte zu wetteifern.

60 000 Euro hat die Duden-Bibliothek im vergangenen Jahr in die Anschaffung von rund 3000 neuen Medien investiert. Dieses Budget steht auch für 2013 zur Verfügung.

Von Karl Schönholtz

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