Abstimmungsverhalten macht Gen-Mais möglich

Imker kritisieren Roth und Heiderich

Hersfeld-Rotenburg. Der Imker-Kreisverband Hersfeld-Rotenburg hat mit Unverständnis und Sorge auf das Abstimmungsverhalten des Staatsministers im Auswärtigen Amt Michael Roth im EU-Ministerrat über die Zulassung des Anbaus der gentechnisch veränderten Maissorte 1507 reagiert. Der Vertreter der Bundesregierung habe durch seine Stimmenthaltung den Weg für die Zulassung des Gen-Konstruktes durch die EU-Kommission freigemacht.

Der Gen-Mais 1507 des US-Unternehmens Pioneer produziert in allen Pflanzenteilen ein Insektengift und ist gleichzeitig tolerant gegenüber dem Unkrautvernichtungsmittel Glufosinat, heißt es in einer Pressemitteilung der Imker.

Glufosinat darf wegen seiner gesundheits- und umweltgefährdenden Wirkung in Deutschland nicht mehr im Ackerbau angewendet werden. Im Pollen des Gen-Mais 1507 sind ungewöhnlich hohe Mengen des von der Pflanze produzierten Insektengiftes nachgewiesen worden.

Der Imker-Kreisverband weist in diesem Zusammenhang auf die unzureichende Risikoforschung des vor der Zulassung stehenden Gen-Konstruktes hin.

Blütenpollen ist nicht nur ein Bestandteil der Bienennahrung, sondern auch ein charakteristischer Bestandteil des Honigs. Durch die Zulassung des Gen-Mais 1507 ist die Gewinnung naturreiner, gentechnikfreier und somit nicht kontaminierter Honige in Deutschland gefährdet, warnen die Bienenzüchter.

Der Imker-Kreisverband kritisiert daher das Abstimmungsverhalten der heimischen Bundestagsabgeordneten Heiderich (CDU) und Roth (SPD) im Deutschen Bundestag zur Anbauzulassung des Gen-Konstruktes 1507 auf EU-Ebene scharf. (red/zac)

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