Gutes Honigjahr – im trockenen Sommer gab es sogar Waldhonig

Imker freuen sich über gute Erträge

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Hersfeld-Rotenburg. Das Imkerjahr ist längst beendet: Seit einem Monat schon hat für die Mitglieder des Imkervereins Blumenstein Wildeck die neue Zeitrechnung begonnen. „Mit dem abgelaufenen Jahr können wir zufrieden sein“, zieht Vorsitzender Gunther Koch Bilanz. Der Verein hat 50 Mitglieder. Zusammmen werden etwa 170 Bienenvölker betreut.

Dabei begann das Imkerjahr durchaus nicht ohne Probleme. Weil die Königinnen des Jahrgangs 2014 nicht die gewünschte Leistung erbrachten, waren ein Teil der Völker in diesem Jahr unterdurchschnittlich stark. „20 000 Bienen braucht ein Volk, um allein den „Innendienst“ im Stock zu erledigen“, erklärt Gunther Koch. „Nur die Bienen, die ein Volk darüber hinaus hat, können ausfliegen und letztlich für die Honigproduktion sorgen.

Völkerverluste

Die Völkerverluste waren im Frühjahr 2015 überdurchschnittlich hoch. „Die Ausfälle waren diesmal schwerwiegender. Manche Imker im Vereinsgebiet haben die Hälfte ihrer Völker verloren“, weiß er. Zu kämpfen hatten die Imker nicht nur mit der Bedrohung durch die Varroa-Milbe – siehe Hintergrund –, sondern auch durch Wespen, die in diesem Jahr in der Tat in größerer Zahl und auch aggressiver als sonst aufgetreten seien. „Auf Futtersuche versuchen Wespen, ein Bienenvolk auszuräubern“, erklärt Koch. „Starke Völker können sich wehren, schwache nicht.“

Der Honigertrag des Frühjahrs und des Sommers allerdings stellte die Imker mehr als zufrieden. War schon der Blütenhonig im Frühjahr von guter Qualität, so freuten sich die Imker später im Sommer über Blatt- und Waldhonig. „Diesen dunklen Honig haben wir nur alle vier oder fünf Jahre, das lag am sehr trockenen und heißen Wetter“, erklärt Gunther Koch. Über die genauen Erträge machen die Imker keine Angaben.

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Von Rainer Henkel

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