Bundespolizei trifft Minderjährigen allein an

Illegale Einwanderer im Zug unterwegs

Fulda/Kassel. Am vergangenen Wochenende wurden im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion Kassel vermehrt jugendliche Asylsuchende aufgegriffen. Insgesamt seien zehn Personen illegal in das Bundesgebiet eingereist, heißt es in einer Pressemitteilung. Sie waren alle ohne die erforderlichen Einreisedokumente und zum Teil ohne Fahrkarte in Zügen der Deutschen Bahn AG unterwegs.

Im Bahnhof Fulda sind vier Jugendliche im Alter zwischen 13 und 17 Jahren mit dem ICE aus Richtung Süden gestoppt worden. Der 13-Jährige sagte den Polizisten, er sei in Österreich von seiner Familie getrennt worden und wäre seitdem allein unterwegs. Sein Reiseziel war Dänemark.

An Jugendamt übergeben

Alle Jugendlichen, die aus Afghanistan, Somalia und Eritrea, wurden in die Obhut des Fuldaer Jugendamtes gegeben.

Im Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe ist am vergangenen Freitag ein 16-jähriger Afghane von der Bundespolizei ohne Papiere und ohne Fahrschein aufgegriffen worden. Um ihn kümmerte sich anschließend das Jugendamt der Stadt Kassel.

Im Lastwagen nach Kassel

Drei Syrer, zwischen 20 und 28 Jahren alt, sind nach ihren Angaben mit dem Lastwagen über die Türkei nach Kassel gekommen. Die Männer wurden von der Bundespolizei im Kasseler Hauptbahnhof angetroffen. Hier haben die Beamten den Verdacht, dass sie von Schleusern nach Europa gebracht wurden. In der Nacht zum Montag, liefen gegen 1 Uhr im IC-Bahnhof zwei Eritreer einer Bundespolizeistreife in die Arme. Alle Erwachsenen wurden nach den polizeilichen Maßnahmen zur Hessischen Erstaufnahmeeinrichtungen nach Gießen weitergeleitet, heißt es in der Pressemitteilung der Bundespolizei abschließend. (red/jce)

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